Foto: RTL II"Sehr zufrieden" sei man - das war seit Beginn der siebten "Big Brother"-Staffel die offizielle Auskunft von RTL II, wenn man über die Quotenentwicklung des Realityformats sprach. Dass die siebte Staffel den schlechtesten Start aller bisherigen "Big Brother"-Staffeln hingelegt hat, wurde dabei lieber nicht angesprochen.

Offiziell hat der Sender als Minimalziel ausgegeben, Quoten über Senderschnitt holen zu wollen. Doch selbst dieses Ziel - für ein Format wie "Big Brother" ohnehin lächerlich wenig - gerät zunehmend in Gefahr. Am Freitag wurde erstmals auch in der Zielgruppe der RTL II-Senderschnitt unterschritten.


Nur 550.000 werberelevante Zuschauer sahen am Freitag die "Big Brother"-Tageszusammenfassung. Das reichte in der Zielgruppe nur für 6,0 Prozent Marktanteil - 0,1 Prozentpunkt weniger als RTL II im Februar bislang im Schnitt erreichte. Auch beim Gesamtpublikum fiel der Marktanteil auf einen neuen Tiefstwert: 830.000 Zuschauer ab drei Jahren sahen nur noch zu, der Marktanteil: Sehr maue 3,1 Prozent. Auch die absoluten Zuschauerzahlen lagen bislang nur ein einziges Mal niedriger: Am vergangenen Sonntag - der aufgrund der deutlich früheren Sendezeit auch nicht wirklich vergleichbar ist.

Auch insgesamt war die dritte "Big Brother"-Woche bislang die schwächste. Kein einziges Mal wurde die 8-Prozent-Marke in der Zielgruppe mehr geknackt, schon am Donnerstag lag der Sender unter 7 Prozent, ehe am Freitag nun ein weitere Absturz erfolgte. MIt der Entscheidungsshow am Montag muss der Sender nun dringend wieder neue Zuschauer dazu gewinnen, wenn "Big Brother 7" nicht noch zum totalen Flop geraten soll.