Grafik: DWDL.de; Logo: MDROb der MDR sich tatsächlich für "Hart aber fair" am Sonntagabend einsetze, wollte Intendant Prof. Udo Reiter in einem Interview mit der Programmzeitschrift "Gong" nicht beantworten. Stattdessen antwortete er allgemein aber dennoch mit Zündstoff: "Es gibt die berechtigte Frage, ob es sinnvoll ist, zwei Talkformate im relativ kurzem Abstand auszustrahlen. Das wird im Rahmen einer internen Strukturdiskussion zu besprechen sein."

Reiter bedauert, dass Anne Will zum Start ihrer Sendung so viele Vorschusslorbeeren bekommen habe. Der MDR-Intendant: "Anne Will wurde ja fast wie eine Erlöserin gefeiert. Dadurch hatte sie von Anfang an eine ziemliche Hypothek zu tragen und ist jetzt in der misslichen Lage. Das hat sie nicht verdient." Für oder gegen Anne Will bzw. Frank Plasberg sagte er gegenüber dem "Gong" allerdings weiter nichts.
 

 

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Doch auch so ist seine Aussage schon Sprengstoff genug. Mit der seiner Meinung nach berechtigten Frage, ob man zwei Polittalks in so kurzem Abstand ausstrahlen solle, eröffnet Reiter keine Diskussion um neue Sendeplätze für die beiden Formate - weiter auseinander könnte man sie auch nicht ausstrahlen - sondern hält offenbar zwei Polittalks im Ersten für zu viel. Das ist nicht minder brisant.

Auf Nachfrage des Medienmagazins DWDL.de, wie genau diese Aussage deshalb zu verstehen sei, bekräftigte MDR-Intendant Udo Reiter am Montag noch einmal das, was er schon dem "Gong" sagte. "Wie gesagt: Es gibt die berechtigte Frage, ob es sinnvoll ist, zwei Talk-Formate in relativ kurzem Abstand auszutrahlen. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal verweisen - zum einen auf eine interne Strukturdiskussion, in deren Rahmen dies zu besprechen sein wird, zum anderen auf WDR und NDR, die die beiden Politiktalks ins Rennen schicken", so Reiter gegenüber DWDL.de. Bleibt die Frage offen: Auf welchen Talk würde Reiter verzichten wollen. Die Frage bleibt allerdings vorerst unbeantwortet.