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DWDL.de-Interview

Bernhard H. bekennt: "Ich kenne keine Quoten"

von Thomas Lückerath
06.08.2010 - 22:12 Uhr

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Bernhard HoeckerGut, bei ZDFneo sind Sie ja jetzt erstmal sicher vor jeder Quoten-Diskussion - die sind kaum messbar. Aber mal zur Sendung selbst: Die Gäste bei Ihrer Impro-Sendung "Ent-oder-Weder" sind nur Comedians. Ist das gewollt?

Ich hätte total gerne auch Politiker dabei gehabt. Aber da gibt es ein Problem, wie mir Gregor Gysi verraten hat, der bei der Debattiermeisterschaft in Berlin eine Rede gehalten hat. Wenn Politiker nur zum Spaß in so einer Diskussion eine bestimmte Position vertreten, dann müssen sie danach jahrelang erklären, dass das nicht ihre eigene Meinung war sondern die Aufgabe in so einer Spaßdebatte. Und davor haben viele Angst.

Und wie ist es mit anderen Prominenten? Es ist doch meist unterhaltsamer zu sehen, wenn es jemand nicht kann als wenn jemand geübter Komiker ist...

Aber auch als solcher kann man gnadenlos untergehen. Das habe ich bei mir selbst gemerkt. Wir müssen mal schauen, wir haben jetzt während der Fußball-Weltmeisterschaft aufgezeichnet, da haben halt viele abgesagt, die wir angefragt hatten. Ich dachte immer die hätten ihre Ferienhäuschen alle auf Mallorca, aber offenbar mussten ganz viele mal in Südafrika nach dem Rechten sehen.
 

 
Und dann will man ja auch nicht bei jeder Sendung gleich zu sagen...

Richtig, mach ich ja auch nicht. Lieber mal abwarten wie es wird und bei der zweiten Staffel dabei sein (lacht). Aber nein, ich kenn das ja selbst. Man will dann erstmal was sehen davon, will wissen wer da noch so mitmacht. Dafür hat jeder schon zu schlechte Erfahrungen mit irgendwelchen neuen TV-Formaten gehabt.

Ist das auch der Grund warum Sie jetzt selbst produzieren?

Der Grund warum ich eine eigene Produktionsfirma haben wollte, war einfach, dass der Draht zum Sender näher ist. Bei vielen Sendungen habe ich es schon erlebt, dass man sich vorher intensiv miteinander bespricht aber man am Ende dann plötzlich gesagt bekommt, dass man alles ganz anders machen werde. Und wenn man fragt wieso, dann wird es auf den Sender geschoben und man selbst ist das dritte Glied in der Kette und kann entweder spuren oder gehen. Bei „Ent-oder-weder“ war ich jetzt von der Idee bis zur Umsetzung bei allem involviert und habe selber den Kontakt zum Sender, weil ich eben nicht nur eingekaufter Künstler bin.

Das klingt wieder wie eine gezogene Lehre aus schlechten Erfahrungen?

Als Dienstleister für Produktionsfirmen und Sender sammelt man natürlich Erfahrungen, die man dann bei so einem neuen Projekt einbringt. Gerade wenn man mit Impro-Comedy Erfahrung gesammelt hat, hilft das natürlich. Aber nicht nur inhaltlich, es geht auch um so Fragen wie „Wie fühlt man sich als Künstler wohl bei der Produktion?“

Aber bei „Genial daneben“ sind Sie schon noch dabei?

Ich habe zumindest noch nichts Gegenteiliges gehört. Also ich will an der Stelle auch nochmal betonen, dass wir sehr stark darauf geachtet haben, dass sich die Formate klar voneinander unterscheiden. Die Motivation dabei ist ganz egoistisch: Ich habe ja keine Lust zweimal das Gleiche zu machen. Natürlich ähneln sich die Formate, wenn man sie darauf reduziert, dass da einige Leute lustiges Zeug daher reden.

Dann hat ja das ZDF jetzt endlich doch noch eine Impro-Comedy bekommen....

Ah, jetzt kommt die legendäre Geschichte....

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