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Großes DWDL.de-Interview

Christoph Maria Herbst über "Strombergs" Zukunft

von Thomas Lückerath
02.03.2007 - 14:34 Uhr

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Im großen Interview verrät Christoph Maria Herbst u.a. was die 3. Staffel "Stromberg" bringt und wieso er für eine vierte Staffel nicht ohne Weiteres zur Verfügung steht.

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Foto: R.A. HörnigHerr Herbst, beginnen wir gleich mit der dritten Staffel von "Stromberg" die am Montag startet. Was erwartet uns? Produzent und Autor Ralf Husmann verriet uns im November schon, dass jemand sterben wird...

Das ist richtig. Und ich sag Ihnen jetzt auch wers nicht ist, nämlich Stromberg. Ansonsten kommt jeder andere in Frage. Sie werden mir jetzt natürlich nicht - so betrunken könnten sie mich gar nicht machen - entlocken, wer sterben wird. Aber ist das nicht toll, dass in einer deutschen Comedyserie jemand sterben darf? In der kommenden Staffel wird auch über Krebs gesprochen, es geht um Werden und Vergehen. Und wir hatten schon die Themen Scheidung, Alzheimer und Rollstuhlfahrer. Das sind Themen auf die Deutschland wartet. Es wird übrigens auch etwas homosexuell in der neuen Staffel.

Jetzt hatte uns Husmann angekündigt, dass Bernd Stromberg in Staffel 3 nach einer neuen Liebe sucht. Vielleicht also einen männlichen Kollegen?


(schmunzelt) Stromberg würde sagen es geht um "Frischfleisch angeln". Sagen wir so: In der Not frisst der Teufel fliegen. Schauen wir mal, worauf sich der Papa einlassen wird.

Dann schauen wir mal. Mit dem Tod in der Serie ist aber nicht Ernies Mutter gemeint?

Nein, die Mutter von Ernie stirbt schon in der ersten Folge, was ich eigentlich schade finde. Da muss ich Ralf (Husmann) auch nochmal eine böse SMS schreiben, ich glaube das stand sogar schon in einer Pressemitteilung. Das sind so Dinge, die ich als Zuschauer lieber erst beim Sehen der Serie erfahren hätte. Dass man der Öffentlichkeit Appetitanreger für die Serie präsentieren muss, ist klar. Aber das empfand ich schon fast als Hauptgang.
 


Vielleicht ist ein Appetizer mehr aber nicht verkehrt. Um 22.45 Uhr müssen die Zuschauer "Stromberg" erstmal finden. Glücklich mit dem Sendeplatz?

Aus dem Bauch heraus würde ich jetzt sagen, dass es gut ist für den Marktanteil. Ich kenne die Gewohnheiten des Zuschauers nicht, aber für mich - ganz egoistisch gesprochen - ist 22.45 Uhr eine fantastische Zeit. Vor Mitternacht gehe ich eh nie ins Bett und "Stromberg" ist ein fantastisches Betthupferl. Aber es geht ja nicht um mich. Wir haben auch viele jüngere Zuschauer, die dann um die Zeit schon im Bett sind - oder sein sollten. Aber die haben bestimmt einen DVD-Recorder.

Produzent und Autor Ralf Husmann hat im DWDL.de-Interview gesagt, man könne "Stromberg" nicht endlos weiter erzählen. Was sagen Sie?


Da bin ich bei ihm. Das glaube ich auch. Und wenn Husmann und seine Leute das so eindeutig formulieren, habe ich größten Respekt davor. Was will man in diesem kleinen Kosmos der Capitol Versicherung auch noch alles erzählen? Es muss ja nachvollziehbar bleiben. Das Ei haben wir uns selbst gelegt: "Stromberg" ist eine sehr geerdete, mit nachvollziehbaren Charakteren ausgestattete Comedy. Da kann man jetzt nicht urplötzlich ein Raumschiff landen lassen. Hier und da versucht die Serie ja Tabus zu streifen, aber so viele gesellschaftliche Tabus gibt es gar nicht mehr und vor Wiederholungen habe ich am allermeisten Angst. Nicht nur meinetwillen, sondern auch der Fans wegen.

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