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DWDL.de-Kommentar

NBC GIGA: 1998 startete ein neues Fernsehen

von Thomas Lückerath
30.11.2008 - 13:55 Uhr

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Vor zehn Jahren, am 30. November 1998 ging mit "NBC GIGA" das erste Internet-Fernsehen auf Sendung. Nach viel Häme und Spott gab es Auszeichnungen und Kritiker-Lob für eine innovative Fernsehform, die zwischenzeitlich viel mehr war als ein Gaming-Sender. Ein Rückblick...

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NBC GIGA"Wir sind hier, ihr seid da". So begrüßte Moderatorin Miriam Pielhau (Foto) zusammen mit Kollegin Uta Fußangel heute vor genau 10 Jahren die Zuschauer zu einem "neuen Fernsehen", wie es Medienjournalist Hans Hoff damals formulierte. So euphorisch wie damals zum Start von "NBC GIGA" beim Fernsehsender NBC Europe schreibt Kollege Hoff heute selten. Vielleicht lag seine Begeisterung damals auch daran, dass er für die "Rheinische Post" - den indirekten Mehrheitsgesellschafter von "NBC GIGA" - schrieb. Doch nach viel Häme zu Beginn pflichteten ihm in den folgenden Jahren zahlreiche Kollegen bei.

2001 gewann "NBC GIGA" den ersten Grimme Online Award für seine innovative Verknüpfung von Fernsehen und Internet. "Unangestrengt und mit viel Spaß am produktiven Spiel mit den neuen Medien zeigt das Giga-Team, wie man Web und TV zu einer sinnvollen Einheit verschmelzen und so Internet und Fernsehen neue Wege weisen kann", urteilte die Jury damals. "NBC GIGA" - bis heute ungeschlagen die längste regelmäßige Live-Show im deutschen Fernsehen - hatte zu dem Zeitpunkt bereits Fernseh- und Webgeschichte geschrieben. Doch alles der Reihe nach.
 
 
Am 30. November 1998 um 15 Uhr ging "NBC GIGA" mit einem werktäglich fünfstündigen Live-Programm aus dem Düsseldorfer Medienhafen auf Sendung. Claim der Sendung: "The Future is You". Hinter dem Projekt stand die mehrheitlich zur "Rheinischen Post" gehörende Düsseldorfer Deutsche Fernsehnachrichten Agentur (DFA), die kurz zuvor die Mehrheit am Fernsehsender NBC Europe übernommen hatte - und etwas Neues ausprobieren wollte. Die Köpfe hinter der Idee waren DFA-Gründer Helmut Keiser sowie Programmdirektor Ollie Weiberg, Programmplaner Willi Jansen und Chefredakteur Volker Pfau (Foto).

Volker PfauSie konzipierten 1998 eine neue Art Fernsehen, die eine veränderte Mediennutzung schon vorweg nahm. Maßgeblich dafür war eine Live-Ausstrahlung für die Interaktion mit den Zuschauern und das Konzept der "NBC GIGA Hotclock", die dynamisch und non-linear die Reihenfolge diverser Themenmodule regelte, die jeweils nur wenige Minuten lang waren und doch fünf Stunden Programm füllten. Die Unterteilung in kurze Segmente sollte dem Fernseh-Zuschauer jederzeit den Einstieg in die Sendung bzw. ein Thema ermöglichen. Gleichzeitig war "NBC GIGA" damit bereits für das Web portioniert.

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