Der Frische-Index © marshi / photocase.com
Frische-Index im Januar

Frische-Anteil: ProSieben hielt sich deutlich zurück

von Uwe Mantel
31.01.2013 - 16:27 Uhr

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Auch 2013 werten wir einmal im Monat aus, welchen Anteil an Erstausstrahlungen in der Primetime im Programm haben. ProSieben startete deutlich zurückhaltender ins Jahr als noch 2012. Bei RTL gab's hingegen mehr frisches Programm.

Wie schon im vergangenen Jahr werden wir auch in diesem Jahr einmal im Monat den "Frische-Index" berechnen - also den Anteil ihrer Primetime, den die großen acht Sender mit Erstausstrahlungen oder zumindest Free-TV-Premieren bestücken, während in der übrigen Zeit das Programm mit Wiederholungen gestreckt wird. Spannend ist nun auch der Vergleich mit dem Vorjahresmonat.

So zeigt sich, dass RTL den Januar 2012 mit deutlich mehr Free-TV-Premieren gefüllt hat als den Januar letzten Jahres und sogar einen etwas höheren Index-Wert als das ZDF erreichte. Hier macht sich zum Beispiel bemerkbar, dass man dienstags nicht mehr bis in den März Serien-Wiederholungen zeigt. Außerdem profitierte RTL im Januar wie üblich vom Dschungelcamp, das 16 Tage lang für Erstausstrahlungen am späteren Abend sorgte.

ProSieben startete hingegen deutlich zurückhaltender ins neue Jahr als noch im vergangenen Jahr. Der Frische-Index fiel satte 23 Punkte niedriger aus als im Januar letzten Jahres. Auch das ist eine Erklärung dafür, wieso der Marktanteil in diesem Jahr signifikant  niedriger ausfiel als noch 2012.  Den höchsten Anteil an Erstausstrahlungen hatte auch im Januar 2013 unterdessen wieder Das Erste.

DWDL.de-Frische-Index vom Januar 2013

  FIX-Punkte
Januar 2013
Vergleich
zum Vormonat
Vergleich
zum Jan. 2012
Das Erste
89 von 100
+2 +/-0
RTL
86 von 100
+6
+14
ZDF
85 von 100
-4 -2
Sat.1
46 von 100
+2 +4
ProSieben 39 von 100
-8 -23
Vox
38 von 100 -5 -10
RTL II
38 von 100
-4 +11
kabel eins
18 von 100
-5 -1

Zum Schluss wie immer ein paar Anmerkungen zu den Daten: Über die Qualität des Programms sagt der Anteil der Erstausstrahlungen natürlich nicht unbedingt etwas aus, doch es ist trotzdem eines von mehreren Indizien, mit welchem Aufwand ein Programm derzeit betrieben wird. Zu beachten ist zudem: Der Frische-Index gibt einen Trend an, bildet die Situation aber nicht ganz genau ab. So gibt es beispielsweise einen systembedingten "Nachteil" für Das Erste und das ZDF: Aufgrund der Werbefreiheit müssen sie mehr eigenes Programm produzieren, um die Zeit zu füllen, während die Privatsender einen gar nicht so geringen Teil des Abends mit Werbeblöcken füllen. Eine Stunde Erstausstrahlung ohne Werbung im Ersten haben wir aber genauso gewertet wie eine Stunde Erstausstrahlung bei den Privaten mit Werbung. Dazu kommt, dass einige Privatsender tendenziell etwas weniger Werbung zeigen als andere - so etwa Vox, das Serien anders als beispielsweise RTL nicht immer bis zu einer festen Anfangszeit um "viertel nach" streckt.

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