Gütetermin gescheitert
Keine Einigung zwischen "Spiegel" und Stefan Aust
Montag war "Spiegel"-Tag beim Arbeitsgericht in Hamburg. Fast drei Monate nachdem die Gesellschafter des Spiegel-Verlags entschieden haben, den Vertrag von Chefredakteur Stefan Aust über das Jahr 2008 hinaus nicht zu verlängern, trafen sich Aust und der Verlag vor Gericht, um über die Höhe der Abfindung zu streiten, die Aust erhalten soll. Ergebnislos, wie inzwischen bekannt ist.Die Gespräche seien bisher nicht so gelaufen, dass es zu einer außergerichtlichen Einigung kommen könnte, sagte Austs Anwalt Matthias Prinz nach dem Termin und auch der Anwalt des Verlages, Stefan Lunk, betonte laut Medienberichten, die Lücke zwischen beiden Seiten sei "noch zu groß". Es geht um viel Geld. Schließlich steht der noch amtierende "Spiegel"-Chefredakteur Aust auf dem Standpunkt, dass sein Vertrag mit dem "Spiegel" bis 2010 läuft, auch wenn er bereits im Jahr 2008 das Unternehmen verlässt. Bei "Spiegel TV", wo er als Herausgeber fungiert, geht es sogar um eine Vertragslaufzeit bis 2013.
Der Verlag indes soll bei Abschluss des aktuellen Chefredakteurs-Vertrages davon ausgegangen sein, dass der Vertrag in zwei Zeiträume - die Jahre bis 2008 und optional die darauf folgenden zwei Jahre - aufgeteilt war. Ob dies zulässig ist, gilt bei Arbeitsrechtlern als umstritten. In jedem Fall entscheidet sich daran die Höhe der Abfindung für Aust. Beide Parteien wollen weiter auch außergerichtlich miteinander sprechen, hieß es vom Arbeitsgericht Hamburg. Ob es zum Verhandlungstermin am 7. Mai kommt, ist also fraglich.



04.02.2008 - 13:38 Uhr
Tools
Social Networks