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Auftrag für zu Salm

Gute Zahlen: Burda sucht sein Heil im Digitalen

von Uwe Mantel
18.06.2008 - 16:18 Uhr

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Hubert Burda Media erwirtschaftete 2007 den höchsten Gewinn seiner Geschichte. Für den künftigen Erfolg setzt man insbesondere auf den Erfolg im Digitalgeschäft, das schon bald ein Drittel des Umsatzes ausmachen soll. Frau zu Salm, übernehmen Sie.

Foto: BurdaBurda stellte auf dem Annual Media Day in München die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor - und kann damit sehr zufrieden sein. Der Konzernumsatz legte um 5,3 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro zu, das Konzernergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erreichte 2007 gar den höchsten Stand seit Bestehen des Konzerns.

Zu verdanken hat man das offenbar zu einem guten Teil der Ausgabenseite: "Anhaltende Kostendisziplin und die vorgenommenen Restrukturierungen" haben "wesentlich" zum guten Ergebnis beigetragen, hieß es. Dieses Jahr erwartet Burda zurückgehende Anzeigen- und Vertriebserlöse, was noch einmal besondere Kostendisziplin erforderlich mache.

Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, will Burda die Konsolidierungsstrategie im Druckmarkt sowie im inländischen Zeitschriftenbereich fortsetzen und verstärkt im Internet sowie im Ausland investieren. Das waren 2007 auch die größten Wachstumstreiber: Im Digital-Bereich zog der Umsatz um 19 Prozent auf 274,5 Millionen Euro an, der Auslandsumsatz der Verlage wuchs um 11,3 Prozent auf 374,0 Millionen Euro.

Für anhaltendes Wachstum im Digitalbereich soll Christiane zu Salm sorgen, die seit dem 1. April Vorstand Cross Media bei Burda ist und nun die Aufstellung ihres Vorstandsbereichs vorstellte. Die Cross-Media-Strategie sieht vor, die Burda-Marken zusammen mit Partner-Marken nach Interessensgebieten zusammenzufassen. Dadurch entstünden hohe Reichweiten und neue Erlöspotentiale, so zu Salm. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf dem Bereich Bewegtbild. Die Anbindung an den Zentralvermarkter Burda Community Network erfolgt über die im Vorstandsbereich Cross Media neu geschaffene Koordinationsstelle BCN Digital. Die Tomorrow Focus AG wird Online-Vermarkter der neuen Content-Aggregationen. Das ganze erfolgt zusätzlich zur bisherigen Onlinevermarktung der Burda-Marken.

Verkündet wurden auch strategische Partnerschaften zwischen Burda und ProSieben und MySpace. Mit MySpace hat Burda ab dem 1. Juli eine Programm- und Vermarktungspartnerschaft geschlossen, bei der der Fokus auf Bewegtbild-Formaten liegt. Mit ProSieben kooperiert man bei "cross-medialen Eventinszenierungen", wie es in einer Mitteilung heißt. Start hierfür ist der "Elle Fashion Star 2008", der von Elle präsentiert und von ProSieben in einer Sondersendung gezeigt wird. Weiterer Partner ist Sevenload.

Auch weitere "strategische Investitionen und Zukäufe" im Digital-Geschäft kündigt Burda an. Durch all diese Maßnahmen soll der Bereich von zu Salm künftig zu einer tragenden Säule des Unternehmens werden. Kamen im vergangenen Jahr noch rund 16 Prozent der Umsätze aus dem Digital-Bereich, so soll es im Jahr 2011 schon ein Drittel des Gesamtumsatzes sein.

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