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Gleichbehandlung

Medienwächter will künftig auch ARD/ZDF überprüfen

von Thomas Lückerath
16.08.2008 - 10:52 Uhr

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Vor dem Hintergrund des Falls Emig hat Medienwächter Norbert Schneider von der Landesmedienanstalt NRW eine neue Kompetenz-Verteilung bei der Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefordert.

Foto: Uwe VölknerSchneider (Foto) schlug im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" vor, dass die Landesmedienanstalten künftig auch die Programme von ARD und ZDF auf Verstöße gegen Schleichwerbung überprüfen. Bisher sind sie nur für die Aufsicht über die Privatsender zuständig. ARD und ZDF dagegen kontrollieren sich quasi selbst durch Aufsichtsgremien wie Rundfunk- oder Verwaltungsräte.

Deren Mitglieder sind laut Schneider Generalisten, die ein Ehrenamt bekleideten. "Den Feinheiten des Werbe- und Sponsorengeschäfts" seien sie aber nicht gewachsen. Werbung funktioniere hingegen gleich, egal ob bei SAT.1 oder dem ZDF, so Schneider zu FOCUS. Da wäre es logisch, wenn sie auch denselben Kontrollmechanismen unterläge: "Die Überwachung der Einhaltung von Werberichtlinien auch bei ARD und ZDF ließe sich problemlos und zügig auf die Experten der Landesmedienanstalten übertragen."
 

 
Eine solche Maßnahme sei nicht nur vernünftig, sondern diene auch der Gerechtigkeit. Würden RTL oder SAT.1 bei einem Verstoß gegen die Werberichtlinien ertappt, drohten ihnen ziemlich hohe Geldstrafen. ARD und ZDF aber müssten solche Sanktionen nicht befürchten, "weil davon in den Gesetzen nichts steht". Schneider dürfte mit diesem Vorschlag auf so viel Zustimmung der Privatsender stoßen, wie sonst nur selten.

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