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Keine Perspektive

Holtzbrinck führt "watchberlin.de" nicht fort

von Jochen Voß
20.11.2008 - 17:51 Uhr

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Weil die wirtschafltiche Perspektive fehlt, wird die Holtzbrinck-Tochter AVE ab Januar die Produktion für das Internet-Angebot "watchberlin.de" einstellen und sich verstärkt um zahlende Kunden kümmern. Dennoch wertet man "watchberlin.de" als Erfolg.

Foto: PhotocaseDas ambitionierte Web-TV-Projekt "watchberlin.de" aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wird zum Beginn des kommenden Jahres nicht mehr weitergeführt. Das bestätigte Chefredakteur Bernhard von Hülsen auf Nachfrage des Medienmagazins DWDL.de. Der Grund für das vorerst beschlossene Aus für das Projekt liege darin, dass es derzeit keine Perspektive für eine Refinanzierung im kommenden Jahr gebe, so von Hülsen. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Perspektive ergeben, sei auch eine Fortführung denkbar.

"watchberlin.de" wird von der Holtzbrinck-Tochter AVE, die sich vornehmlich um TV-Produktionen kümmert, betrieben. Die Redaktion mit bis zu acht Mitarbeitern werde jedoch auch im kommenden Jahr bestehen bleiben und sich vornehmlich um die Erstellung von Video-Inhalten anderer Internet-Angebote kümmern - darunter auch die Holtzbrinck-Publikationen "zeit.de" und "zoomer.de". Zudem werde man sich verstärkt um das Themengebiet Tourismus kümmern. "watchberlin.de" ging im Feburar 2007 an den Start.
 

 
Auch wenn die wirtschaftliche Perspektive fehlt, so war "watchberlin.de" in den Augen von Chefredakteur von Hülsen "sehr erfolgreich". So habe man mit dem Portal Pionierarbeit in Sachen Internet-Fernsehen geleistet, die dem Unternehmen auch bei der Akquisition neuer Aufträge bei den TV-Aktivitäten von Nutzen gewesen sei. Auch mit der Reichweite des Angebots zeigt man sich zufrieden. Unklar ist laut von Hülsen derzeit, ob die bereits erstellten Inhalte ab dem kommenden Januar im Netz weiterhin verfügbar sein werden, oder ob "watchberlin.de" vollständig verschwindet.

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