Foto: Axel Springer © Axel Springer
Kein Glamour mehr

Nun offiziell: Springer sagt alle Galas 2009 ab

von Uwe Mantel
08.12.2008 - 16:54 Uhr

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Was am Wochenende schon durchsickerte, ist jetzt offiziell: Springer-Chef Döpfner hat für 2009 alle Galas, Feste und Empfänge abgesagt, darunter auch die "Goldene Kamera". Das Geld wolle man lieber in "guten Journalismus" investieren.

Foto: Axel SpringerWas der "Spiegel" am Wochenende vorab berichtete, ist nun auch offiziell beschlossen: Die Axel Springer AG hat angesichts der sinkenden Werbeerlöse für das kommende Jahr eine "Veranstaltungspause" beschlossen. Das bedeutet, dass alle Feiern, Empfänge und Galas im kommenden Jahr abgesagt werden. Auch die bereits für den Neujahrsempfang in Berlin geladenen Gäste, wurden wieder ausgeladen.

Betroffen ist auch die groß im TV übertragene Gala wie "Die Goldene Kamera" der "Hörzu", für die unlängst mit Frank Elstner bereits ein neuer Moderator präsentiert worden war. Doch dieser Preis wir ebenso wie der "B.Z. Kulturpreis" oder das "Goldene Lenkrad" der Bild am Sonntag diesmal "ohne begleitende Veranstaltung" allein in den jeweiligen Blättern verliehen, wie es heißt. Die Spendenaktion "Ein Herz für Kinder", die erst am Wochenende mit einer großen Gala begangen worden war, solle "in veränderter Form" fortgesetzt werden.

Döpfner erklärt in einem Schreiben an die Gäste des Berliner Neujahrsempfangs die Absage so: "Wir wollen nicht dort sparen, wo es die Qualität unseres Journalismus und die Motivation unserer Mitarbeiter beeinträchtigt. Entlassungen oder Einstellungen von Zeitungen oder Zeitschriften hat es bei uns bisher nicht gegeben. Wir hoffen, dass wir das auch in Zukunft vermeiden können. Und wir wollen auch weiterhin in die Grundlage unseres Geschäfts, in exzellente Inhalte, investieren." Der Verlag wolle nun alle finanzielle Kraft und Energie in die Zeitungen, Zeitschriften und Online-Angebote setzen und dafür auf glamouröse Events verzichten.

Döpfner legt aber Wert auf die Feststellung, dass es sich nur um eine Pause handelt. Man wolle damit auch nicht ausdrücken, dass eine "depressive Grundstimmung" im Verlag herrsche. Die Pause soll als "kreative Entwicklungsphase" genutzt werden, um die Veranstaltungen weiterzuentwickeln. Sie würden auch künftig ein wichtiger Bestandteil für eine integrierte Markenkommunikation bleiben. Nur eben nicht im kommenden Jahr.

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