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"W&V"-Bericht
DuMont übernimmt Berliner Verlag für 170 Mio. Euro
Die Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg steht offenbar tatsächlich kurz vor der Übernahme der BV Deutsche Zeitungsholding mit ihren Flaggschiffen "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier" und "Hamburger Morgenpost". Dies berichtet "Werben & Verkaufen" am Mittwoch vorab. Schon an Weihnachten gab es, damals mit Ursprung beim "Kressreport", Berichte über ein Interesse der Kölner an einer Übernahme.Die BV Deutsche Zeitungsholding gehört zum Deutschlandgeschäft des in Finanznöte geratenen britischen Medieninvestors David Montgomery. Mit dem Verkauf seines Deutschlandsgeschäfts könnte die Mecom-Gruppe von Montgomery seine hohe Schuldenlast verringern. Die Banken hatten dem Konzern bis Ende Februar Zeit gegeben, seine Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro deutlich zu senken.
Ein Verkauf seiner Berliner Medienaktivitäten gilt daher schon seit Wochen als höchst wahrscheinlich und nach den Widerständen im eigenen Haus gegen den rigorosen Montgomery, die in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt haben, dürfte die Belegschaft nicht unglücklich darüber sein.
Nun gehört der Berliner Verlag laut "W&V" also bald zur Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg. Unter Berufung auf Verlagskreise berichten die Kollegen, dass sich die Kölner und Montgomery über den Kaufpreis bereits handelseinig geworden sind. Er soll bei rund 170 Millionen Euro liegen. Möglicherweise könnte der Kauf noch in dieser Woche rechtlich unter Dach und Fach gebracht werden.
Mit der Übernahme der Zeitungsholding würde Verleger Alfred Neven DuMont seine Position im kriselnden deutschen Zeitungsmarkt erheblich ausbauen. Bereits 2006 übernahm sein Verlag die "Frankfurter Rundschau". Der dortige Chefredakteur Uwe Vorkötter kennt die "Berliner Zeitung" bestens - er nahm dort wegen Montogomery seinen Hut. Jetzt ist eine Zusammenarbeit zwischen "Frankfurter Rundschau" und "Berliner Zeitung" vorstellbar. Und zum Kölner "Express" bekäme DuMont mit "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier" ein Boulevard-Netzwerk.
Bei der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg war am Mittwochnachmittag zunächst niemand für eine Stellungnahme zum Bericht der "Werben & Verkaufen" zu erreichen. Im Dezember hatte man den Bericht des "Kressreport" über ein Interesse am Berliner Verlag noch als Spekulation abgetan.
Nun gehört der Berliner Verlag laut "W&V" also bald zur Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg. Unter Berufung auf Verlagskreise berichten die Kollegen, dass sich die Kölner und Montgomery über den Kaufpreis bereits handelseinig geworden sind. Er soll bei rund 170 Millionen Euro liegen. Möglicherweise könnte der Kauf noch in dieser Woche rechtlich unter Dach und Fach gebracht werden.
Mit der Übernahme der Zeitungsholding würde Verleger Alfred Neven DuMont seine Position im kriselnden deutschen Zeitungsmarkt erheblich ausbauen. Bereits 2006 übernahm sein Verlag die "Frankfurter Rundschau". Der dortige Chefredakteur Uwe Vorkötter kennt die "Berliner Zeitung" bestens - er nahm dort wegen Montogomery seinen Hut. Jetzt ist eine Zusammenarbeit zwischen "Frankfurter Rundschau" und "Berliner Zeitung" vorstellbar. Und zum Kölner "Express" bekäme DuMont mit "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier" ein Boulevard-Netzwerk.Bei der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg war am Mittwochnachmittag zunächst niemand für eine Stellungnahme zum Bericht der "Werben & Verkaufen" zu erreichen. Im Dezember hatte man den Bericht des "Kressreport" über ein Interesse am Berliner Verlag noch als Spekulation abgetan.



07.01.2009 - 16:33 Uhr
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