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Streit um Kosten

Typhoon sieht Mitschuld des WDR an Insolvenz

von Jochen Voß
12.03.2009 - 16:52 Uhr

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Am Dienstag dieser Woche reichte die Typhoon AG beim Amtsgericht den Insolvenzantrag ein. Hinter dem Unternehmen steht der ehemalige RTL-Mann Marc Conrad. Schuld an den finanziellen Problemen ist nach Darstellung der Produktionsfirma Typhoon der WDR.

Foto: RTLDie Serie im im "Angesicht des Verbrechens" von Star-Regisseur Dominik Graf  ("Stadt als Geisel", "Der Felsen") sorgt für Wirbel. Die Serie soll das Aushängeschild im ARD-Programm für den Herbst werden und entsteht unter der Federführung des WDR. Produziert wird die Serie von der Typhoon AG von Ex-RTL-Boss Marc Conrad.

Wie nun bekannt wurde, hat das Amtsgericht Köln bereits am Dienstag dieser Woche das Insolvenzeröffnungsverfahren für die Typhoon AG eingeleitet und Rechtsanwalt Wolfgang Delhaes als Insolvenzverwalter bestellt. Hintergrund des Insolvenzantrags ist laut einer Mitteilung des Unternehmens eine Auseinandersetzung mit dem WDR, da die Produktion von "Im Angesicht des Verbrechens" mittlerweile teurer wurde, als zunächst geplant.
 

 
"Die Typhoon AG ist zwar mit ihren anwaltlichen Vertretern der Auffassung, dass der Auftraggeber diesen Mehrhaufwand verfügen muss, hat jedoch diesbezüglich mit dem WDR bislang keine Einigung erzielen können. Der dadurch entstandene Liquiditätsengpass macht den Insolvenzantrag unvermeidlich", teilt das Unternehmen auf DWDL.de-Nachfrage am späten Donnerstag-Nachmittag mit.

"Wir bedauern diese Entwicklung sehr, sind aber zuversichtlich, dass der Insolvenzverwalter berechtigte Ansprüche der Typhoon AG durchsetzen wird. Dieser Schritt ist notwendig, um Schaden von weiteren Projekten, sowie der Firma und ihren engagierten Mitarbeitern abzuwenden", so Marc Conrad. Eine Stellungnahme des WDR liegt derzeit noch nicht vor.

Neben Fernsehformaten hat Typhoon auch Kinofilme produziert. Mit "Das Experiment" mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle gelang dem Unternehmen ein preisgekrönter Erfolg. Auch der Kino-Film "Die Bluthochzeit" und der mit Kritikerlob überhäufte Sat.1-Flop "Blackout" stammen aus dem Hause Typhoon. Bevor Marc Conrad die Arbeit bei Typhoon aufnahm, war er bei RTL als Programmdirektor tätig.
 
Conrad war ab 1999 Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsgesellschafter bei Typhoon. Während er in der Zeit von November 2004 bis Februar 2005 als Geschäftsführer die Geschicke von RTL leitete, ruhte seine Tätigkeit für die Typhoon. Das Unternehmen hat für den Kölner Sender unter anderem die Comedy-Sendung "Freitag Nacht News" und  die Polizei-Serie "Abschnitt 40" hergestellt. Für Sat.1 stellte Typhoon zuletzt die Serie "GSG 9" her.

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