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Nach dem Hype

Web-TV: Joost startet mit deutschem Programm

von Jochen Voß
19.03.2009 - 10:19 Uhr

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Es war still geworden um den einstigen Web-TV-Hoffnungsträger Joost. Nun will das Portal den deutschen Markt für sich erobern. Obwohl man mit 13 hiesigen Inhalte-Partnern startet, sind die großen Namen der Branche noch nicht bei Joost vertreten.

JoostDas Internet-TV-Angebot Joost galt als der Hype des Jahres 2007. Doch bevor das Angebot auch in Deutschland überhaupt am Markt aktiv war, ebbte die Begeisterung schnell wieder ab. Nun will Joost, das von den Kazaa- und Skype-Gründern Janus Friis und Niklas Zenström ins Leben gerufen wurde, auch den deutschen Markt für sich gewinnen. Für den hiesigen Start mit eigenen Inhalten hat Joost bislang 13 Content-Partner für sich gewinnen können.

Darunter allerdings befinden sich derzeit noch keine TV-Sender. Zu den Partnern, deren Programme sich dann auf der Plattform per Flash-Player abrufen lassen, gehören unter anderem Süddeutsche TV, Welt der Wunder, Diva und Jum-TV. Zu sehen geben soll es zunächst unter anderem Reportagen und Dokus, Web-Serien, Musik- und Wissensformate, sowie einige Spielfime.
 

 
Beim deutschen Marktstart kooperiert Joost mit der Community-Plattform Netlog, auf deren Startseite Joost eingebunden wird. Für die Nutzer soll das Angebot kostenfrei sein und sich über Anzeigenwerbung finanzieren. In einem Interview mit der Fachzeitung "Horizont" sagte Joost-CEO Michelangelo Volpi, zwar gebe es auch für Paid-Content eine Zielgruppe, "aber der Kreis jener, die für Videos bezahlen wollen, ist kleiner als jener, die kostenfreie, anzeigenfinanzierte Inhalte quasi als Snack nutzen wollen".
 
Deutschland als wichtiger Medienmarkt sei für Joost Teil einer "natürlichen Expansion". Noch ist das deutschsprachige Angebot von Joost überschaubar. "Wir sprechen mit allen großen Medienunternehmen in der Welt. Deutschland ist da keine Ausnahme. Wir starten mit den kleinen Anbietern und müssen dabei den großen beweisen, dass wir ein wertvoller Partner sind. Ich hoffe, dass wir dann auch deren Inhalte bekommen", sagte Volpi der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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