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Aus nach 18 Jahren

Keine Rettung: Berliner Kanal FAB wird eingestellt

von Thomas Lückerath
01.04.2009 - 13:03 Uhr

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Der lokale Berliner Fernsehsender FAB hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet und in den vergangenen Wochen nach neuen Investoren gesucht. Eine letzte Hoffnung ist jetzt allerdings geplatzt. Der Sender soll jetzt offenbar nach über 18 Jahren noch heute seinen Sendebetrieb einstellen.

FABFAB-Chefredakteur Markus Zimmermann bestätigte am Mittwochmittag gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de das Scheitern der letzten Rettungsversuche. "Alle Mitarbeiter sind bereits freigestellt", so Zimmermann. Eine Notmannschaft halte vorrübergehend den Sendebetrieb noch aufrecht. Wie lange das allerdings der Fall sein wird, sei im Moment unklar. Nach DWDL.de-Informationen wird der Sender aber bereits in der kommenden Nacht sein Signal abschalten.

Betroffen von dem Aus für FAB sind nach Angaben Zimmermanns 29 fest angestellte Mitarbeiter sowie fünf Auszubildende, denen die Kündigung ausgesprochen wurde. Zuletzt galt Dr. Eckart Ritter, Vorstandsvorsitzender beim mehrheitlich zu Gruner+Jahr AG gehörenden Unternehmen XX-Well.com und früherer ProSiebenSat.1-Mann, als Interessant für eine Übernahme von FAB.
 

 
"Seit Januar hatte ich den Geschäfts- und Sendebetrieb mit allen 27 Mitarbeitern fortgeführt. In langen und komplizierten Verhandlungen mit vielen Parteien haben wir nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Verschiedene Interessenten waren an einer Übernahme interessiert. Zum Schluß konnte sich eine Investorengruppe nicht rechtzeitig mit dem Hauseigentümer des Medienzentrums einigen", erklärt am Mittwochnachmittag Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma. 
 
"Deshalb musste ich heute den Geschäfts- und Sendebetrieb leider einstellen. Ich suche gegenwärtig nach einer kleinen Lösung, um Teile des Unternehmens zu verwerten und werde mit der Landesmedienanstalt Berlin Brandenburg beispielsweise die Verwertung der Sendekapazitäten klären," erklärte Insolvenzverwalter der Berliner Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner weiter.
 
Der Berliner Lokalsender FAB hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Als Hintergrund wurden damals Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem neuen "Medienhaus", in das der Sender im Frühjahr 2008 umgezogen ist, genannt. Zudem seien finanzielle Zusagen eines neuen Investors in Folge der derzeitigen Finanzkrise nicht eingehalten worden.

Den Sendebetrieb wollte Geschäftsführer Meier-Hormann, der gleichzeitig auch einer der Hauptgesellschafter des einst von Film- und TV-Produzenten gegründeten Senders ist, dennoch weiter aufrecht erhalten. Er bezeichnete das Unternehmen damals trotz der Insolvenz als "relativ gut aufgestellt". FAB wurde am 15. August 1990 gegründet und ging am 1. Februar 1991 auf Sendung.

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