© Deutsche Telekom
Offiziell bestätigt
Constantin produziert Bundesliga für T-Home
Es ist eine späte Erkenntnis bei der Deutschen Telekom: Die Weiterverbreitung des Bundesliga-Programms von Premiere über das hauseigene IPTV-Angebot T-Home war kein ausreichendes Verkaufsargument. Potenzielle Abonnenten der nicht gerade preisgünstigen IPTV-Angebote der Telekom lassen sich nicht mit einem Angebot locken, das sie in gleicher Form preisgünstiger auch über ihren bisherigen TV-Empfangsweg bekommen.Dies ist einer der beiden Gründe, warum die Deutsche Telekom sich gegen Premiere und für Constantin Medien entschieden hat. Der Medienkonzern, zu dem auch der Sportsender DSF gehört, erhält damit den Auftrag für die Produktion der TV-Bilder für T-Home in den kommenden vier Spielzeiten der Fußball-Bundesliga. Es war eine Entscheidung in letzter Minute: Für die Vermarktung des neuen Bundesliga-Angebots von T-Home bleibt ohnehin schon wenig Zeit. Praktisch ist es da, dass zu Constantin Medien (ehemals EM.Sport Media) auch der technische Dienstleister Plazamedia gehört, der auch für Premiere die Bundesliga-Übertragungen realisiert. Das technische KnowHow ist damit schon einmal sichergestellt - ein Argument das für Constantin Medien und gegen Spiegel TV sprach. Die Hamburger hatten sich auch um den Auftrag der Deutschen Telekom beworben. Der Zuschlag für Constantin Medien ist auch ein kleines Comeback für Leo Kirch: Er hält 25 Prozent an dem Medienkonzern.
Rainer Hüther, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG will der Bundesliga jetzt "ein eigenständiges und unverwechselbares Gesicht geben. Den Zuschauern werden wir über die Vielzahl innovativer Funktionen der Plattformen IPTV und Mobile einen echten Mehrwert bieten". Ähnlich äußert sich Christian P. Illek, Bereichsvorstand Marketing bei T-Home zu der Entscheidung für die Sublizenzierung an Constantin Medien. "Damit erhält ab der Spielzeit 2009/2010 die Fußballbundesligaberichterstattung völlig neue Akzente. Via IPTV erhalten alle Entertain-Kunden und auch alle T-Mobile-Kunden die Möglichkeit Fußball neu zu erleben."
Der zweite Grund, warum sich die Telekom gegen Premiere entschieden hat: Die Unterföhringer können ab der kommenden Saison auch selbst die Bundesliga im Internet übertragen - und damit noch stärkerer Konkurrent. Hintergrund: Aufgrund der etwas fragwürdig definierten Rechte-Pakete der Bundesliga gibt es neben den IPTV-Rechten, die die Deutsche Telekom besitzt, jetzt auch klassische Internet-Rechte, die sich Premiere gesichert hat. Für Premiere ist der Wegfall des IPTV-Produktionsauftrages ein Rückschlag. Sicherer Umsatz von etwa 20 Millionen Euro pro Saison geht verloren, der sich durch ein neues eigenes Internet-Angebot zur Bundesliga sicher nicht kompensieren lässt und schlimmer noch: Murdochs PayTV-Unternehmen wäre, wenn das DSF den Zuschlag bekommt, nicht mehr der einzige PayTV-Produzent der Bundesliga in Deutschland. Heikel für den langjährigen Quasi-Monopolist im deutschen PayTV.
Und möglicherweise wäre man sogar nicht einmal mehr der, mit dem besten Angebot: Die Telekom könnte bei ihrem T-Home-Angebot mit mehr Spielen in HDTV-Ausstrahlung auftrumpfen. Verbessern muss sich T-Home in jedem Fall. Bislang bleibt die Entwicklung der Kundenzahlen des IPTV-Angebots der Telekom hinter den Erwartungen zurück und die Ziele sind ehrgeizig: Im Laufe dieses Jahres soll sich die Kundenzahl auf eine Million verdoppeln. Auch dank einem neuen, eigenen Bundesliga-Angebot. Zu der genauen Ausgestaltung machten T-Home und Constantin Medien am Donnerstag zwar keine Angaben. Es scheint aber als sollen auch T-Mobile-Kunden Zugriff auf das Angebot bekommen. Der Constantin Medien-Konzern werde den Bundesligakanal zur Ausstrahlung aller 612 Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga im Rahmen des IPTV-Angebot der Deutschen Telekom, sowie über weitere mobile Plattformen verbreiten, teilt man mit. Dies werde Constantin Medien über eine neu zu gründende Tochtergesellschaft realisiert. Diese neue Tochter erbinge auch produktionstechnische Dienstleistungen für die sogenannten nonlinearen Verwertungsrechte, d.h. zeitversetzte Abrufdienste im Bereich IPTV und Mobile.
Der zweite Grund, warum sich die Telekom gegen Premiere entschieden hat: Die Unterföhringer können ab der kommenden Saison auch selbst die Bundesliga im Internet übertragen - und damit noch stärkerer Konkurrent. Hintergrund: Aufgrund der etwas fragwürdig definierten Rechte-Pakete der Bundesliga gibt es neben den IPTV-Rechten, die die Deutsche Telekom besitzt, jetzt auch klassische Internet-Rechte, die sich Premiere gesichert hat. Für Premiere ist der Wegfall des IPTV-Produktionsauftrages ein Rückschlag. Sicherer Umsatz von etwa 20 Millionen Euro pro Saison geht verloren, der sich durch ein neues eigenes Internet-Angebot zur Bundesliga sicher nicht kompensieren lässt und schlimmer noch: Murdochs PayTV-Unternehmen wäre, wenn das DSF den Zuschlag bekommt, nicht mehr der einzige PayTV-Produzent der Bundesliga in Deutschland. Heikel für den langjährigen Quasi-Monopolist im deutschen PayTV.
Und möglicherweise wäre man sogar nicht einmal mehr der, mit dem besten Angebot: Die Telekom könnte bei ihrem T-Home-Angebot mit mehr Spielen in HDTV-Ausstrahlung auftrumpfen. Verbessern muss sich T-Home in jedem Fall. Bislang bleibt die Entwicklung der Kundenzahlen des IPTV-Angebots der Telekom hinter den Erwartungen zurück und die Ziele sind ehrgeizig: Im Laufe dieses Jahres soll sich die Kundenzahl auf eine Million verdoppeln. Auch dank einem neuen, eigenen Bundesliga-Angebot. Zu der genauen Ausgestaltung machten T-Home und Constantin Medien am Donnerstag zwar keine Angaben. Es scheint aber als sollen auch T-Mobile-Kunden Zugriff auf das Angebot bekommen. Der Constantin Medien-Konzern werde den Bundesligakanal zur Ausstrahlung aller 612 Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga im Rahmen des IPTV-Angebot der Deutschen Telekom, sowie über weitere mobile Plattformen verbreiten, teilt man mit. Dies werde Constantin Medien über eine neu zu gründende Tochtergesellschaft realisiert. Diese neue Tochter erbinge auch produktionstechnische Dienstleistungen für die sogenannten nonlinearen Verwertungsrechte, d.h. zeitversetzte Abrufdienste im Bereich IPTV und Mobile.




23.04.2009 - 11:43 Uhr
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