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MyVideo-Videothek

ProSiebenSat.1 macht sich selbst Konkurrenz

von Uwe Mantel
05.05.2009 - 11:50 Uhr

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ProSiebenSat.1 macht seinem kostenpflichtigen VoD-Portal Maxdome immer häufiger selbst Konkurrenz. TV-Formate gibt es inzwischen kostenlos auf den Seiten der Sender - und nun startet das konzerneigene MyVideo auch noch eine kostenlose Online-Videothek

MyVideoTV-Formate zum Online-Abruf gibt es - zumindest in der ersten Woche nach der Ausstrahlung - bei ProSiebenSat.1 schon längst nicht mehr nur beim Video-on-Demand-Portal Maxdome, sondern auch auf den Websites der einzelnen Sender. Mit "Gossip Girl" steht dort seit kurzem erstmals auch eine Lizenzserie zum kostenlosen Abruf bereit, während man bei Maxdome dafür weiter Geld sehen will.

Nun macht das ebenfalls zu ProSiebenSat.1 gehörende Webclip-Portal MyVideo Maxdome auch noch im Filmbereich Konkurrenz. MyVideo hat im Zuge des Ausbaus an professionellen Inhalten nämlich eine eigene Videothek gestartet, in der zum Auftakt 60 Kinofilme unterteilt nach verschiedenen Genres in voller Länge und kostenfrei zum Abruf bereitstehen. Finanziert wird das ganze über die Einbindung von Werbung.

Im Angebot sind dabei durchaus bekannte, wenn auch nicht ganz taufrische Filme wie "Eine Hochzeit zum Verlieben", "Blade", "American History X", "Dune - Der Wüstenplanet" oder "Mr. Nice Guy". Die gleichen Filme gibt es auch bei Maxdome - dort will ProSiebenSat.1 aber 2,49 bis 2,99 Euro für einen Abruf von seinen Kunden haben. Wenn sich herumgesprochen hat, dass es das Ganze einen Klick weiter auch umsonst gibt, dürfte wohl kaum jemand bereit sein, dafür noch etwas zu zahlen.

Die mit 60 Filmen noch recht eingeschränkte Auswahl bei MyVideo soll zudem schnell wachsen. Schon im Sommer sollen mehr als 100 Filme im Angebot sein. Der Schritt ist wohl auch als Antwort auf die Konkurrenz zu verstehen. Videoload etwa bietet seit einiger Zeit auf "Videoload free" ebenfalls komplette Filme kostenlos an, teilweise sogar das identische Angebot wie MyVideo. Vielleicht ist es also gar nicht so unklug, sich lieber selbst Konkurrenz zu machen, statt die Kunden zu anderen Anbietern abwandern zu lassen.

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