© DWDL/Photocase, peter078
Höchstens zeitversetzt

TV-Duell: Sender untersagen Radio-Übertragung

von Uwe Mantel
22.08.2009 - 15:58 Uhr

Tools

Social Networks

 

Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wird diesmal eine reine TV-Veranstaltung, Radiosender dürfen nicht übertragen - zumindest nicht live. Bei Politikern von CDU und SPD sorgt das für Verstimmung.

Angela Merkel und Frank-Walter SteinmeierDas TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier bleibt das, was der Name schon aussagt: Ein TV-Duell. Anders als vor vier Jahren ist diesmal eine parallele Live-Übertragung im Internet oder Radio nicht gestattet. Die Begründung der Privatsender ist so simpel wie eigentlich auch einleuchtend: "Es handelt sich um ein originäres TV-Duell, dass die Sender ausgerichtet und bezahlt haben", so Sat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg gegenüber dem "Focus".

Ein RTL-Sprecher verwies auf die Möglichkeit, dass Radiosender nach der TV-Übertragung das Duell zeitversetzt in voller Länge übertragen können. Bei Politikern sorgt die Entscheidung trotzdem für Verstimmung. Nachdem zuvor schon der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck eine Radio-Übertragung gefordert hatte, pflichtete ihm nun auch sein baden-württembergischer Kollege Günther Oettinger bei. Das TV-Duell sei "Kernbestandteil der Grundversorgung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk", so Oettinger. Er appellierte dem "Focus" zufolge an die Sender "ihre Haltung nochmals zu überdenken und den Hörfunksendern eine Übertragung zu ermöglichen".

Auf Kritik war der Ausschluss der Radiosender zuvor auch schon beim Deutschlandradio gestoßen - und hatte eine geradezu peinliche Reaktion hervorgerufen: Einem epd-Medien-Bericht zufolge gab es eine interne Dienstanweisung, im Gegenzug im Deutschlandradio Kultur vorerst keine Hinweise oder Empfehlungen mehr für TV-Sendungen von ARD und ZDF auszustrahlen.

Einen Tag nach dem "TV-Duell" lädt Das Erste übrigens zum "TV-Dreikampf" ein und lässt die Vertreter der Oppositionsparteien Guido Westerwelle, Jürgen Trittin und Oskar Lafontaine diskutieren - und diesmal dürfen auch die Radiosender live dabei sein. Die Hörfunkwellen WDR 5, B5 plus, NDR Info werden die Sendung live auch im Radio übertragen, auf wdr.de wird es zudem einen Livestream geben.

Kommentare zum Artikel

Wir warten auf die Quoten

Leider liegen uns die Quoten vom Mittwoch noch nicht vor. Sobald die Daten vorhanden sind, werden wir mit den Analysen beginnen.

DWDL.de-Kolumnen

Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport » zum Sports-Update Dienstags: Die Gesprächs-themen der Woche aus NYC » zum NYC Point Of View Mittwochs: News aus dem britischen Fernsehmarkt - präsentiert von ITV STUDIOS Germany » zum UK-Update Donnerstags: Die aktuellen Radio-Meldungen präsentiert von der WDR mediagroup. » zum Radio-Update Freitags: Die wichtigsten News & Quoten aus den USA - präsentiert von AXN. » zum US-Update

DWDL.de Infobörse