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Knebelverträge

TV-Komponisten fordern bessere Bedingungen

von Jochen Voß
09.11.2009 - 10:18 Uhr

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Die Fernsehkomponisten sind unzufrieden: Laut "Focus" sind die Auftragsvergaben für die musikalischen Schöpfer an Bedingungen gekoppelt, bei denen nur die Sender kassieren.

Foto: PhotocaseBei den Komponisten von Musik für Fernsehproduktionen herrscht Unzufriedenheit über die Zusammenarbeit mit den großen Sendern. Gegenüber dem "Focus" sagte Christian Wilckens, Vorstandsmitglied beim Berufsverband Composers Club: "Viele Sender und Produktionsfirmen vergeben nur noch Aufträge an Komponisten, wenn sie selbst über eine Verlagsbeteiligung an den Gema-Einkünften beteiligt werden". Dabei handele es sich Wilckens zufolge oft "um Scheinverlage, die keine verlegerische Leistung erbringen".

Dem Bericht zu Folge habe ein Umfrage unter 135 Verbandsmitgliedern zu dem Ergebnis geführt, dass diese Praxis bei zahlreichen Produktionen öffentlich-rechtlicher und privater Sender die Regel sei. Der Hintergrund: Wird eine Sendung ausgestrahlt, schüttet die Verwertungsgesellschaft Gema Tantiemen für die darin enthaltene Musik an die Rechteinhaber aus.
 

 
Bei täglichen Serien soll es sich um sechsstellige Summen pro Jahr handeln. Ein Drittel davon könnte über die entsprechenden Verträge an Sender und Produzenten zurückfließen, so der "Focus". Bei ARD, ZDF, der RTL-Gruppe und bei ProSiebenSat.1 weist man die Vorwürfe zurück. Bei Grundy Ufa - einem der größten Produzenten täglicher Serien - will man zu konkreten Vertragsverhältnissen keine Stellung nehmen.

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