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"Bild"-Chef Diekmann stichelt gegen "sueddeutsche.de"

von Jochen Voß
10.11.2009 - 18:05 Uhr

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Nach dem starken Reichweiten-Wachstum der "SZ"-Website im Oktober hat sich "Bild"-Chef Kai Diekmann die IVW-Zahlen genauer angesehen und stichelt gegen die Methoden der Zeitung.

Foto: Axel Springer VerlagSeit rund zwei Wochen meldet sich "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann immer wieder mit einem eigenen Blog zu Wort. Neben Berichten rund um den Redaktionsalltag der "Bild"-Zeitung und Aufrufen an die Leser nutzt er die neue Plattform auch ausgiebig für Seitenhiebe innerhalb der Branche. So kritisiert Diekmann in einem aktuellen Eintrag das Internetangebot "sueddeutsche.de", das in der aktuellen IVW-Analyse in Sachen Page-Impression zu den großen Gewinnern gehört.

So hat der Traffic des Internetangebots gegenüber dem Vormonat um 52 Prozent zugelegt. "Nun stellt man sich natürlich die Frage, wie dieser sagenhafte Anstieg zustande kam. Brillante Reportagen? Exzellente Exklusivstories? Feinsinnige Literaten-Interviews? Leider nein: Duch beinhart recherchierte eingekaufte Spiele!", so Diekmanns Fazit.
 

 
So macht der Anteil der Spiele am Gesamt-Traffic bei "sueddeutsche.de" laut Diekmanns Berechnung derzeit einen Anteil von 36 Prozent aus. Das Pikante an der Geschichte: "sueddeutsche.de"-Chef Hans-Jürgen Jakobs forderte kürzlich eine "Konvention über statthafte und unstatthafte Maßnahmen", den Traffic bei Nachrichtenseiten nach oben zu drücken.

Mit Blick auf das Internetangebot der "Welt", die wie Diekmanns "Bild" aus dem Springer-Verlag kommt, sagte Jakobs der Fachtzeitung "Horizont": "Der irrsinnig hohe Nutzeranteil von rund 50 Prozent, den allen Informationen nach 'welt.de' via Google und Google News erzielt, zeigt, was auf diesem Sektor technisch so alles möglich ist". Jakobs hatte gefordert Tricksereien, wie zum Beispiel Suchmaschinenoptmierungen öffentlich zu machen. "Hiermit passiert, lieber Hans-Jürgen!", schreibt Diekmann und schlägt vor, das Internet-Angebot der "SZ" umzubenennen in "Spiele-Zeitung.de".

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