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ProSiebenSat.1: Vorstand Englert vor dem Absprung?

von Jochen Voß
19.11.2009 - 12:17 Uhr

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Laut "Manager Magazin" soll Diversifikations-Vorstand Marcus Englert die ProSiebenSat.1-Gruppe im kommenden Jahr verlassen. "W&V" meldet, das Unternehmen sucht nach weiteren Sparpotentialen beim Personal.

Foto: ProSiebenSat.1Laut einem Bericht der Zeitschrift "Manager Magazin" soll Diversifikations-Vorstand Marcus Englert im kommenden Jahr die ProSiebenSat.1 Media AG verlassen. Englerts Vertrag läuft demnach im kommenden Jahr aus. Unter Berufung auf Unternehmenskreise meldet das Blatt, der Vertrag solle nicht verlängert werden. Von welcher Seite die Bestrebung nach einem Wechsel ausgeht, geht aus dem Bericht nicht hervor. Bei ProSiebenSat.1 will man den Bericht nicht kommentieren. In diesem Jahr haben bereits die Vorstände Patrick Tillieux und Klaus-Peter Schulz das Unternehmen verlassen.

Laut einem Bericht der Fachzeitschrift "Werben & Verkaufen" sucht man bei der ProSiebenSat.1-Gruppe zudem derzeit nach weiteren Einsparmöglichkeiten. Unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens meldet die Zeitschrift, vor allem in der German Free-TV-Holding, zu der die Sender Sat.1, ProSieben, Kabel eins und N24 gehören, wolle man bis zu 70 Stellen abbauen. Unternehmenssprecher Julian Geist dementiert diese Meldung. "Das trifft nicht zu", wiederholte er sein Statement auf Nachfrage des Medienmagazins DWDL.de.
 

 
"W&V" erklärt sich das Dementi mit Bemühungen, bei den Stellenstreichungen eventuelle Kündigungen zu vermeiden. Denkbar sei, befristete Verträge auslaufen zu lassen und unbesetzte Stellen abzuschaffen. Auch bei der Streichung von 17 Stellen, die durch die Einstellung des täglichen Magazins "Sam" wegfallen, sollen keine Kündigungen ausgesprochen werden, heißt es bei ProSiebenSat.1.

Mögliche weitere Einsparungen im Personalbereich sorgen dem Bericht zufolge indes für Unmut im Unternehmen. Laut "W&V" sollen Abteilungsleiter in internen Gesprächen angekündigt haben, dass bei weiteren Personalkürzungen der Sendebetrieb nicht mehr garantiert werden könne.

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