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Kommende Woche

Springers Regio-Blätter im Web kostenpflichtig

von Jochen Voß
09.12.2009 - 11:06 Uhr

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Ab kommender Woche werden die Nutzer Websites von "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" zur Kasse gebeten. Exklusive Inhalte gibt's dann nur noch gegen Gebühr

Foto: PixelquelleDer Axel Springer Verlag legt bei der Einführung von Bezahlinhalten ein ordentliches Tempo an den Tag. Nachdem das Unternehmen am heutigen Mittwoch seine kostenpflichtigen iPhone-Applikationen für die Flaggschiffe "Bild" und "Welt" auf den Markt gebracht hat, sollen schon ab der kommenden Woche die Internetangebote der Regionalzeitungen "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" in zum Teil kostenpflichtige Angebote umgewandelt werden. Einen entsprechenden Bericht des Branchendienstes "Meedia" bestätigte ein Unternehmenssprecher auf DWDL.de-Nachfrage.

Das neue Modell sieht vor, exklusive Inhalte der Regionalzeitungen im Netz mit einer Bezahlschranke zu versehen. Inhalte mit geringerer Exklusivität - zum Beispiel überregionale Nachrichten oder Agenturmeldungen - sollen auch weiterhin kostenfrei verfügbar bleiben. Der Terminus für die Mischung aus kostenlosen Basisdiensten und kostenpflichtigen Angeboten, der sich nun auch in der Verlagsbranche einzubürgern droht, lautet Freemium.
 

 
Wer künftig im Netz auf das komplette Angebot der Zeitungen zugreifen will, muss eine monatliche Gebühr zahlen. Über den Preis kursieren derzeit allerdings nur Spekulationen. Noch will Springer sich nicht dazu äußern. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Abos mit weniger als zehn Euro pro Monat zu Buche schlagen. Die Abrechnung erfolgt über den Micropayment-Dienst Click & Buy. Der Einzelkauf von Artikeln ist derzeit nicht vorgesehen. Einen der kostenpflichtigen Artikel jedoch sollen die Leser gratis bekommen. Ob täglich, wöchentlich, monatlich oder tatsächlich nur einmalig, will der Verlag noch nicht verraten und verweist auf die Kommunikation zur Markteinführung.

Bei Springer betont man, dass es sich bei den neuen Bezahlangeboten noch nicht um der Weisheit letzten Schluss handeln muss. So hätten derzeit alle Schritte in Sachen Paid-Content noch den Charakter eines Laborversuchs, bei dem spätere Anpassungen nicht ausgeschlossen sind. Allerdings habe man bei der Entwicklung der Angebote den Markt sehr genau sondiert.

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