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Menschenwürde

Käßmann findet scharfe Worte für Castingshows

von Alexander Krei
26.12.2009 - 11:12 Uhr

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Mit Blick auf das Medienjahr 2009 kritisierte die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann den "programmierten Tabubruch" der Sender. Die Privatsphäre im Fernsehen sei nichts mehr wert.

Foto: RTLDie EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat die Fernsehsender aufgefordert, "sich ihrer Verantwortung für die Menschenwürde wieder bewusst" zu werden. "Es geht offenbar nur noch um den programmierten Tabubruch, um nichts anderes", sagte sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Ihr "tun die Menschen leid, die vor die Kamera gezerrt werden und oft die Folgen gar nicht absehen können. Der Schutz der Privatsphäre scheint nichts mehr wert". Jugendliche, die in Castingshows gingen und sich dort blamierten, weil sie vielleicht nicht singen könnten, "werden zig Mal vorgeführt; die ganze Nation lacht drüber. Wie sollen solche Kinder am nächsten Tag wieder mit Selbstbewusstsein in die Schule gehen?"



Kritisiert wurde auch das HIV-Outing von No Angels-Sängerin Nadja Benaissa: "Der Umgang mit einer HIV-infizierten Sängerin hat für mich Grenzen überschritten." Mehr könne man einen Menschen nicht bloßstellen, kritisierte die Theologin.

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