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Online-Petition

HD-Streit: Zuschauer ärgern sich über KDG

von Alexander Krei
29.12.2009 - 10:02 Uhr

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In einer Petition setzen sich Kunden von Kabel Deutschland gegen die nach wie vor nicht erfolgte Einspeisung der HD-Showcases von ARD und ZDF zu Wehr. Der Kabelnetzbetreiber bezeichnete die Argumente der Sender als "scheinheilig".

Das Erste & ZDFEine Online-Petition frustrierter Kunden soll Kabel Deutschland (KDG) doch noch dazu bewegen, die HD-Testprogramme von ARD und ZDF doch noch ins Netz einzuspeisen. Seit die Aktion vor knapp einer Woche startete, haben sich bis Dienstagvormittag bereits fast 2.000 Nutzer in die Liste eingetragen.

"Scharfe Weihnachten bei den Öffentlich-Rechtlichen, aber die Kunden von KDG gucken in die Röhre", heißt es auf der Website der Initiatoren. Zugleich wenden sie sich auch direkt an die Geschäftsführer des Kabelnetzbetreibers: "Führen Sie intensive Gespräche, verhandeln Sie 14 Stunden am Tag mit den Anbietern - Aber zuerst einmal Einspeisung der HD-Programme - Jetzt!"



Das Umrüsten auf Satelliten-Empfang gewinne täglich an Vorstellungskraft - eine Kündigung an Kabel Deutschland sei zudem schnell geschrieben. Die Verhandlungen laufen angeblich hinter den Kulissen, blieben bislang allerdings erfolglos. KDG kritisiert, dass sich ARD und ZDF an den durch die HD-Showcases verursachten Mehrkosten nicht beteiligen wollen - die Öffentlich-Rechtlichen sehen die Einspeisung ihrer HD-Sender dagegen durch bereits bestehende Verträge abgedeckt.

In einer Stellungnahme verteidigte Kabel Deutschland am Dienstag mit bekannten Argumenten. Das Argument der Sender, das HD-Signal sei "kostenlos und KDG könne es ohne Probleme sofort einspeisen", bezeichnete der Kabelnetzbetreiber als "scheinheilig". Dabei werde völlig außer acht gelassen, dass durch die Einspeisung der HD-Sender ins Kabelnetz Kosten entstehen. "Wir können den Kabelkunden nur empfehlen, Druck auf die Sender auszuüben, damit diese nicht länger ihre Marktmacht zu Lasten der Kunden missbrauchen", so KDG in der nun verbreiteten Stellungnahme. Kabel Deutschland könne bei einer Kostenbeteiligung der Sender sofort mit der HD-Einspeisung beginnen, hieß es.

Schon im Sommer hatte sich Kabel Deutschland im Streit um die HD-Ausstrahlung der Leichtathletik-WM mit ähnlicher Argumentation gegen die Öffentlich-Rechtlichen zur Wehr gesetzt. In letzter Minute wurden die Sender dann aber doch noch eingespeist. Anders sieht es diesmal aus: Dass ARD, ZDF und Einsfestival derzeit wieder gestochen scharfe Bilder verbreiten, bekommen die mehr als neun Millionen KDG-Kunden nicht mit. Deutlich geringere Probleme mit der Einspeisung haben dagegen die Mitbewerber: So sind Das Erste HD, ZDF-HD und Einsfestival HD etwa in den Netzen von Unitymedia und Kabel BW kostenfrei zu empfangen. Ein wenig Hoffnung machte Kabel Deutschland seinen Kunden am Dienstag dann aber doch noch: Man sei zuversichtlich, dass man mit den Sendern "zu einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung" kommen werde.

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