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Neo lässt grüßen

Wandelt Einsfestival auf den Spuren von ZDFneo?

von Alexander Krei
10.01.2010 - 10:39 Uhr

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Nach dem Start von ZDFneo für jüngere Zuschauer denkt nun auch die ARD laut "Focus" über einen eigenen Sender speziell für junges Publikum nach. Vor allem Einsfestival bietet sich hier an

Logo: ARD Digital94 Millionen Euro bis zum Jahr 2012 will das ZDF angeblich für seinen vor gut zwei Monaten aus dem Dokukanal hervorgegangenen Digital-Sender ZDFneo investieren - diese Zahl war jedenfalls erst kürzlich zu lesen. Das Ziel ist klar: Vor allem jüngere Zuschauer wollen die Mainzer mit dem Programm ansprechen.

Und auch die ARD bemüht sich darum, die Jüngeren anzusprechen, doch im Gegensatz zum ZDF geschieht dieses nicht ganz leichte Unterfangen dort wesentlich ruhiger. Vor allem der digitale Sender Einsfestival gilt als Hoffnungsträger - hier feiert seit einigen Wochen beispielsweise die unkonventionelle Comedyshow "Night Wash" ihre Wiederauferstehung. Nun gibt es offenbar Gedankenspiele, den Kanal in einen speziell auf junges Publikum ausgerichteten Sender umzuwandeln.



"Die Ausrichtung von Einsfestival ist ein wichtiger Baustein in der ARD-Gesamtstrategie", zitiert das Nachrichtenmagazin "Focus" aus einem internen Papier der ARD-Gremienvorsitzenden von Anfang Dezember 2009 - allzu geheim sind diese Informationen aber natürlich nicht. WDR-Intendantin Monika Piel, deren Sender die Federführung bei Einsfestival trägt, verantwortet dem "Focus"-Bericht zufolge eine eigens gebildete Arbeitsgruppe. Sie bestätigte Überlegungen "zur weiteren Profilierung von Einsfestival als das Digitalangebot für jüngere Publikumsgruppen".

Gleichzeitig solle aber auch die Verjüngung des Ersten Programms und der Dritten Programme vorangetrieben werden. Für Probleme beim Ausbau von Einsfestival könnte allerdings das Geld machen: 30 Millionen Euro soll das Projekt teuer sein. Auf der letzten Intendanten-Sitzung in Berlin wollte der WDR, dem bis 2012 ein Finanzloch von 100 Millionen Euro droht, andere Sender per Umlage an den Kosten beteiligen, heißt es in dem Bericht weiter. Deren Chefs hätten jedoch abgewunken: "Keiner von uns weiß, wo er die Millionen hernehmen soll", so ein nicht weiter genannter ARD-Hierarch im "Focus".

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