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Miese Quoten: ProSieben wirft "Housewives" raus

von Uwe Mantel
21.01.2010 - 16:32 Uhr

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ProSieben zieht Konseqenzen aus der Quoten-Misere am Nachmittag und baut ab 8. Februar das Programm um. Der Versuch, mit den "Housewives" auch nachmittags zu punkten, ist gescheitert.

Desperate HousewivesWährend ProSieben in der Primetime insgesamt recht gut dasteht und auch am Vorabend mit "Simpsons" und "Galileo" sichere Quotenbringer im Programm hat, ist der Nachmittag ein einziger großer Problemherd. Seit dem Rauswurf des Mittagsmagazins "SAM" versuchte ProSieben mit der Wiederholung von US-Serien zur Mittagszeit zu punkten. Das ging allerdings gründlich schief.

Insbesondere die in der Primetime so erfolgreichen "Desperate Housewives" lockten auf dem 14 Uhr-Sendeplatz kaum Zuschauer an. Die Marktanteile lagen in der Regel tief im einstelligen Bereich. Anfang Februar nimmt ProSieben die "Housewives" daher wieder aus dem Nachmittagsprogramm und verlegt auch die ebenfalls nur mau laufende Serie "Charmed" auf einen früheren Sendeplatz.

So läuft "Charmed" künftig bereits um 11 Uhr, mittags um 12 Uhr schiebt ProSieben einen Spielfilm ein, ehe um 14 Uhr "We are Family! - So lebt Deutschland" wieder auf seinen alten Sendeplatz zurückkehrt. Das einst so erfolgreiche Format hatte nach der Verlegung auf den 15 Uhr-Sendeplatz in den letzten Monaten ebenfalls nur sehr schwache Quoten geholt. Ob es künftig um 14 Uhr wieder bergauf geht, steht aber in den Sternen, schließlich ist auch zu dieser Zeitpunkt die Konkurrenz durch das wiedererstarkte RTL stärker denn je.

Auf dem 15 Uhr-Sendeplatz behält ProSieben auch nach dem 8. Februar "We are Family" bei, sodass das Format dann wieder in Doppelfolgen zu sehen ist. Der 16 Uhr-Sendeplatz bleibt vorerst ein Experimentier-Feld. So gibt es ab dem 8. Februar zunächst wie schon bislang geplant eine Woche lang "4 kämpfen für dich!" zu sehen, ehe am 15. Februar noch einmal der in dieser Woche mit recht überschauberem Erfolg laufende "Salonretter" zurückkehrt. Nach zwei Wochen testet ProSieben ab dem 1. März dann "Die Jobretter".

Auch wenn die Umprogrammierung die Misere am Nachmittag etwas abmildern könnte: Ein Befreiungsschlag sieht anders aus. ProSieben braucht dringend ein Rezept, wie man entweder "We are Family" zurück zu alten Erfolgen führen kann - oder ein Format, mit dem eine neue Lücke abseits der Pseudo-Realities bei RTL und Gerichtsshows bei Sat.1 besetzen könnte.

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