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FSF will prüfen

KJM will sich über RTL II-Doku "Mädchengang" beraten

von Jochen Voß
12.03.2010 - 17:50 Uhr

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"Die Mädchengang" läuft bei RTL II recht erfolgreich. Allerdings ist das Format über straffällige Jugendliche umstritten.Die Jugendschützer von KJM und FSF sind alarmiert. Auch der Weiße Ring protestiert.

Die Mädchen-GangLaut einem Bericht des Internetangebotes "evangelisch.de" will sich die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) bald über die RTL II-Doku "Die Mädchengang" beraten. Seitens der Frewilligen Selbstkontrolle Fernsehen will man dem Bericht zufolge auch ein Gutachten über die Sendung anfertigen - auch wenn RTL II dem Gremium die Sendung nicht vorgelegt habe. "Gerade weil junge Zuschauer nicht unterscheiden können, was jetzt Realität und was gestellt ist, muss man die Gewaltwirkung der Sendung genau prüfen", zitiert "evangelisch.de" Gutachterin Claudia Mikat.

Anfang März hieß es bei der KJM laut einem Bericht des "Fernsehblogs" der "FAZ", man beobachte die Sendung, ein Anfangsverdacht für einen Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen habe es bis dahin jedoch noch nicht gegeben. In der Sendung geht es um straffällige Jugendliche. Das Format steht seit seiner Ausstrahlung in der Kritik. Gegenüber dem "Fernsehblog", wie auch bei "evangelisch.de" äußerte Veit Schiemann, Sprecher der Hilfsorganisation Weißer Ring, seine Bedenken hinsichtlich der gewählten Darstellungweise: "Wer tatsächlich schon mal Opfer einer solchen Straftat geworden ist, wird es kaum ertragen, sich das anzuschauen".
 

 
In der Doku werden die Straftaten der jugendlichen Mädchen, die zum Beispiel Passanten verprügeln, nachgestellt. Problematisch sei in den Augen des Weißen Rings, dass der Sender aus "dem Voyeurismus an den Taten" der jugendlichen Protagonistinnen Profit ziehen wolle. "Das merkt man daran, wie viel Raum den Gewaltausbrüchen und Prahlereien der Mädchen gegeben wird", so Schiemann, der auch kritisiert, dass den Opfern der straffälligen Jugendlichen in der Sendung kein Raum gegeben wird. Man halte "einfach aus der Täterperspektive die Kamera drauf". Eine Kampagne gegen die Sendung will die Organisation jedoch nicht starten, um keine zusätzliche Aufmerksamkeit für das Format zu generieren.

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