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Stufenweise

Beck will Werbung bei ARD und ZDF abschaffen

von Alexander Krei
14.03.2010 - 15:32 Uhr

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Geht es nach Kurt Beck, könnte Werbung aus den Programmen von ARD und ZDF bis zum Jahr 2017 komplett verschwinden. Im Gegenzug sollen die Gebühren steigen. Doch es regt sich schon Widerstand

Foto: ZDF / Rico RossivalImmer wieder gibt es Diskussionen über Werbung bei den Öffentlich-Rechtlichen, nun hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission, Kurt Beck, einen neuen Vorstoß gewagt. Sein Ziel: Nach und nach sollen ARD und ZDF werbefrei werden.

Wie der Branchendienst "Kontakter" berichtet, hat der SPD-Politiker dazu einen neuen Fahrplan vorgelegt. Demnach herrscht in den Ländern, die in der Rundfunkkommission vertreten sind und am neuen Rundfunkstaatsvertrag arbeiten, Konsens darüber, dass Sponsoring nach 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ab 2013 aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbannt wird.



Ausgenommen davon sollen große Sportveranstaltungen sein - also keine gänzlich neue Idee. Geht es nach Beck, könnte die Werbung in zwei Stufen komplett verschwinden: Eine Halbierung der Werbezeiten könnte demnach 2015 mit dem Zwischenbericht der Gebührenkommission KEF zur nächsten Finanzierungsrunde bei ARD und ZDF anstehen. Die komplette Abschaffung der Werbung stünde 2017 mit der übernächsten Gebührenperiode an, heißt es in dem "Kontakter"-Bericht. Die Kehrseite der Medaille: Im Gegenzug sollen die Fernsehgebühren angehoben.

Die als kritisch angesehene Grenze von 20 Euro pro Monat soll jedoch nicht überschritten werden. Freilich hegt sich gegen diese Pläne bereits Widerstand: Die Unternehmen fänden in den qualitativen Umfeldern von ARD hochwertige Zielgruppen, gab Joachim Schütz, Sprecher der Organisation der Werbungtreibenden im Markenverband (OWM), laut "Kontakter" zu bedenken.

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