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Visitenkarte

Deutsche Welle will mehr Kooperationen

von Jochen Voß
30.03.2010 - 10:24 Uhr

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Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle will künftig enger mit ARD, ZDF aber auch privaten Sendern zusammenarbeiten. Der Auslandssender hat es in einigen Regionen mit starker Konkurrenz zu tun.

Foto: Deutsche WelleDer Auslandssender Deutsche Welle will enger mit öffentlich-rechtlichen und privaten Medien zusammenarbeiten, um das Programm attraktiver zu machen. Das sagte Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann am gestrigen Montag in Berlin. Dort legte Bettermann einen 400 Seiten starken Evaluationsbericht für das TV-, Hörfunk- und Internetangebot vor, das als die "mediale Visitenkarte" Deutschlands im Ausland gilt.

Das jetzt vorgestellte Konzept schlägt einen stärkeren Programmaustausch der Sender mit der Deutschen Welle vor. "20 Jahre nach der Einheit muss Deutschland wissen, ob es in seiner medialen Außendarstellung in der Regionalliga oder in der Champions League spielen will", sagte Bettermann. In einigen Regionen der Welt sieht der DW-Intendant die Wettbewerbsfähigkeit durch andere Anbieter gefärhrdet. Er fordert eine öffentliche Debatte über die Verantwortung von Bund, Ländern und privaten Medienunternehmen für das deutsche Auslandsprogramm.
 

 

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Für die Zeit bis zum Jahr 2013 kündigte Bettermann überdies einen finanziellen Mehrbedarf von 16,4 Millionen Euro an. Dieser resultiere aus Kostensteigerungen und Tariferhöhungen. Sollte das Budget nicht steigen drohen laut Bettermann Programmkürzungen. Laut des vorgelegten Berichts erreicht die Deutsche Welle mit ihren Inhalten weltweit 90 Millionen Nutzer pro Woche. Die Deutsche Welle ist Bestandteil der ARD. Ihre Aufgabe ist es, deutsche Perspektiven in den Bereichen Politik, Kultur und Wirtschaft in die Welt zu tragen. Die Deutsche Welle liegt in der Verantwortung des Bundes. Die Anstalt wird nicht über die Rundfunkgebühr, sondern über Mittel des Bundestages finanziert.

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