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Team unverletzt

Athen: Brandanschlag auch auf RTL-Fahrzeug

von Jochen Voß
06.05.2010 - 17:53 Uhr

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Die Randalierer in Athen machten auch vor Journalisten nicht Halt und starteten gezielte Angriffe auf Berichterstatter. So ging am gestrigen Mittwoch auch ein Übertragungswagen der Mediengruppe RTL in Flammen auf.

Athen: SNG-Fahrzeug geht in Flammen aufDie Krawalle in Athen setzen auch der Presse zu. So gingen die Randalierer bei ihren Ausschreitungen am gestrigen Mittwoch wie angekündigt auch gezielt gegen Journalisten vor. Nachdem am vergangenen Samstag bereits zwei Reportagefahrzeuge verschiedener Sender in in Flammen aufgingen, traf es am gestrigen Mittwoch auch die Mediengruppe RTL Deutschland.

Der für die Berichterstattung bei RTL und n-tv angemietete Übertragungswagen (SNG) brannte am frühen Nachmittag aus, nachdem es mit Molotowcocktails beworfen worden war (Bild). Das Team blieb weitgehend unverletzt, wurde aber vom Tränengaseinsatz der Polizei in Mitleidenschaft gezogen, wie Korrespondent Cord Eickhoff im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de berichtete. Der Tonassistent des Teams sei zudem zweimal von Wasserflaschen am Kopf getroffen worden, die die Randalierer gegen die Journalisten geschleudert hatten.
 
 

 
Eickhoff selbst saß während des Brandanschlags eingekesselt am Parlament der griechischen Hauptstadt fest. "Als ich danach zu meinem Team zurückkehren wollte, hatte ich aus Köln schon die Information erhalten, dass wir einen anderen Überspielpunkt suchen müssen, weil unser SNG-Fahrzeug abgebrannt ist". Der Journalist wurde am vergangenen Samstag für die Berichterstattung bei "RTL aktuell" und dem Nachrichtensender n-tv von der Redaktion in Frankfurt aus nach Athen entsandt.

Bei der künftigen Berichterstattung aus Athen will Eickhoff sich mit seinem Team nicht in der ersten Reihe des Geschehens bewegen. Er erklärt, dass es den Demonstranten mit ihrem brutalen Vorgehen gegen die Presse gelungen sei, die Live-Berichterstattung von den Ausschreitungen einzuschränken, da die Journalisten vor Ort nun durchweg Vorsicht walten ließen. Bei den Ausschreitungen am gestrigen Mittwoch starben in Athen drei Menschen.

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