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Ein Update

Lob & Tadel für die Idee der Referenzzielgruppe

von Thomas Lückerath
29.07.2010 - 12:50 Uhr

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Vor zwei Wochen begann DWDL.de ein spannendes Projekt: Was wäre wenn es eine neue Referenz-Zielgruppe der 20- bis 59-Jährigen gäbe? Der Denkanstoß löste zahlreiche Reaktionen und Presse-Berichte aus. Ein Update...

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14 bis 49Es begann vor gut zwei Wochen mit der Frage ob die TV-Branche reif ist für eine Revolution. Wie oft wurde schon über die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gestritten. Deswegen wollte DWDL.de einen Denkanstoß dafür geben, wie eine neugefasste Referenzzielgruppe aussehen könnte. Seit dem 15. Juli weist DWDL.de daher täglich auch die Top20-Einschaltquoten in der Altersgruppe 20 bis 59 Jahre aus. Ob das die Lösung der Zielgruppen-Diskussionen ist? Wir wissen es nicht, wir behaupten es auch nicht. Erfreulich aber, dass das Projekt in der TV-Branche bereits rege diskutiert wird.
 

 
Man kann wohl von einem Sturm der Reaktionen sprechen: Dutzende Leserbriefe und Anrufe erreichten uns allein am ersten Tag. Das Feedback war dabei unterschiedlich: Von Zuschauerseite her wurde die Idee weitgehend positiv aufgegriffen, wenn gleich sich auch die Schwachstelle einer Referenzzielgruppe 20-59 offenbarte. So wurde häufiger Unverständnis darüber geäußert, wieso die Zielgruppe am unteren Ende erst bei 20 Jahren beginnt. Diese Kritik kam auch von Produktionsfirmen deren Formate, insbesondere Castingshows, sich in erster Linie an ein jüngeres Publikum richten. Aber auch die andere Produzentensicht meldete sich: Informations- und Dokumentationsangebote profitieren aufgrund des eher älteren Publikums.

Jan KühlWas aber sagen die Sender selbst? Die Mediengruppe RTL Deutschland bzw. deren Vermarkter IP Deutschland hat sich schon im vergangenen Jahr für die Referenzzielgruppe 20-59 ausgesprochen. Positiv sieht man es auch bei ARD Sales & Services. Ganz anders, wenig überraschend, sieht es RTL II-Vermarkter El Cartel Media. "Ein 20-jähriger Spätpubertierender hat wenig mit einem Arbeiter oder Angestellten zu tun, der an seine Frühverrentung denkt. Ich plädiere daher für zwei Referenzgruppen, wie zum Beispiel 14 bis 35 und 36 bis 59", erklärte Geschäftsführer Jan Kühl.

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