© Photocase
Nach 33 Jahren
"Zapp" holt Wallraffs "Bild"-Doku aus dem Giftschrank

© NDR
Der bekannte Enthüllungsjournalist Günter Wallraff berichtet darin über die Zeit, in der er vier Monate lang unter dem Pseudonym Hans Esser undercover in der Redaktion der "Bild"-Zeitung recherchierte. Daraus entstand unter anderem das Buch "Der Aufmacher" sowie ebenjene vom WDR gesperrte Doku, die Aufnahmen von Wallraffs Undercover-Arbeit bei "Bild", Interviews mit Günter Wallraff und einem ehemaligen BILD-Redakteur zeigt.
Dass der Sperrvermerk bis ins Jahr 2010 existierte, machte Wallraff kürzlich öffentlich, indem er sich via "Spiegel" über die "Selbstzensur" des WDR mokierte. Dort seien aus einem Wallraff-Porträt kurz vor Ausstrahlung Szenen des gesperrten Film-Materials herausgeschnitten worden, so Wallraff. Gegenüber dem "Spiegel" bestätigte WDR-Intendantin Monika Piel wenig später, dass der Sperrvermerk nun aufgehoben worden sei. Grund ist, dass Springer-Vorstand Döpfner in einem Schreiben an Wallraff versichert hatte, dass der Verlag keine juristischen Schritte gegen den Film mehr unternehmen würde. Daher gebe es "keinen Grund mehr, dieses Dokument unter Verschluss zu halten", so die WDR-Intendantin laut "Spiegel".




11.08.2010 - 10:52 Uhr
Tools
Social Networks