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Aufstand

Al Jazeera: Erst verboten, dann Reporter verhaftet

von Uwe Mantel
31.01.2011 - 14:45 Uhr

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Das ägyptische Regime versucht weiterhin, die Berichterstattung aus Ägypten weitgehend zu unterbinden. Das Internet ist blockiert, den Nachrichtensender Al Jazeera hat man verboten, sechs Reporter des Senders wurden verhaftet.

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Die ägyptischen Machthaber und Präsident Mubarak versuchen weiterhin alles, um den Volksaufstand niederzuschlagen - und die Berichterstattung darüber möglichst zu verhindern. Seit vergangener Woche ist Ägypten weitgehend vom Internet abgetrennt. Derzeit geht man zudem mit harter Hand gegen den arabischen Nachrichtensender Al Jazeera vor, der auch in englischer Sprache sendet und durch seine umfassende Live-Berichterstattung eine der Haupt-Infoquellen aus dem Land war.

Am Sonntag verfügten die ägyptischen Behörden jedoch die Schließung des Al Jazeera-Büros in Kairo, da sich der Sender in der Berichterstattung nach Meinung des Regmies zu sehr auf die Seite der Demonstranten geschlagen habe, was zu weiteren Unruhen führen könne. Den Al Jazeera-Mitarbeitern wurden sämtliche Akkreditierungen entzogen und die Berichterstattung untersagt. In Teilen des Nahen Ostens ist der Sender derzeit nicht zu empfangen, da ein Betreiber die Satelliten-Ausstrahlung gekappt hat. In Ägypten selbst ist der Empfang des Senders vom Staat verboten worden.

 

 

Am Montag folgte nun die nächste Eskalationsstufe: Wie Al Jazeera selbst berichtet waren sechs Reporter des Senders verhaftet worden, sind inzwischen aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ihre Kamera-Ausrüstung bleibt aber weiterhin beschlagnahmt. Auch ein BBC-Reporter war zwischenzeitlich festgenommen und geschlagen worden, wurde mittlerweile aber ebenfalls wieder freigelassen. Al Jazeera bittet unterdessen die Ägypter um ihre Mithilfe, um die Berichterstattung aufrecht erhalten zu können. Die Ägypter sollen Berichte per Telefon oder Video-Aufnahmen einreichen. Immerhin: Die meisten Mobilfunk-Netze funktionieren in Ägypten inzwischen wieder. Trotz der umfangreichen Web-Blockade gelingt es Aktivisten zudem, Bilder, Texte und Videos ins Netz zu stellen.

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