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Seltsam

Rose d'Or stellt neues Kategorien-System vor

von Uwe Mantel
15.02.2011 - 15:37 Uhr

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"Vereinfacht und gestrafft" werden sollte das Kategorien-System, hieß es noch bei der Ankündigung im November. Nun liegen Details vor - doch aus elf wurden nun sogar 13 Kategorien.

Im November vergangenen Jahres gaben die Veranstalter der Rose d'Or, die im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag gefeiert hatte, bekannt, dass das Festival wieder vom Herbst ins Frühjahr zurückverlegt wird und in diesem Jahr gleich ganz ausfällt. Zudem wollte man den Wettbewerb mal wieder neu ausrichten und stärker auf den Bereich der Fernseh-Unterhaltung ausrichten. Dazu sollte das Kategoriensystem "gestrafft und vereinfacht" werden.

Angesichts dessen sind die Details, die nun vorgestellt wurden, durchaus erstaunlich: Denn aus bislang elf Kategorien werden beim nächsten Wettbewerb, dessen Einreichungs-Phase am 18. April beginnt, nun sogar 13. Gestrichen wurde im vergleich zum vergangenen Jahr einzig der "Social Award", die Kategorien Comedy, Sitcom, Gameshow, Reality & Factual Entertainment, Multi-Platform, Arts Documentary & Performing Arts und Variety & Live Event Show bleiben unverändert.

 

 

Die bisherige Kategorie "Children & Youth" wird sogar aufgespaltet in "Children" für Formate, die sich an die 3- bis 11-Jährigen richten, sowie "Youth" für Formate für die 12- bis 16-Jährigen. Aus "Soap & Telenovela" wird die eigenständige Kateogrie "Telenovela". Soaps werden dafür künftig der "Series"-Kategorie zugeschlagen. Völlig neu hinzu kommt die Kategorie "TV Movie", in der künftig Ein- oder zweiteilige Fernsehfilme prämiert werden, sowie die Rubrik "Lifestyle". "Unterhaltungsprogramme mit oder ohne Drehbuch, die sich mit Lifestyle-Themen wie Promi-News, Heim, Kochen, Design oder persönlicher Weiterentwicklung befassen", sollen hier augezeichnet werden.

"Die Kategorien repräsentieren das heutige Unterhaltungsfernsehen, so wie es die TV-Industrie versteht – aber auch das Publikum", erklärt Festivaldirektor Markus Helbling die neue Kategorien-Einteilung. Präsident Marco Castellaneta sieht eine "Fokussierung auf die Auszeichnung der besten Formate und Programme des Unterhaltungsfernsehens", was sich auch im Untertitel wiederspiegeln solle, den man in "Global Entertainment Television Festival" geändert hat. Ob man das allerdings tatsächlich an der eher homöopathischen Überarbeitung des Kategorien-Systems ablesen kann?

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