Der frühere NDR-Intendant Gerhard Schröder ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 90 Jahren in Hamburg. Zwischen 1961 und 1973 stand Schröder an der Spitze des Norddeutschen Rundfunks, ehe er anschließlich noch einmal elf Jahre lang als Intendant von Radio Bremen tätig war. "Der NDR verdankt Gerhard Schröder wichtige Impulse, von denen viele bis heute nachwirken. In seiner Amtszeit startete das dritte Fernsehprogramm, das heutige NDR Fernsehen", erinnerte sich der heutige NDR-Intendant Lutz Marmor.
Schröder habe über ein Vierteljahrhundert hinweg die Rundfunklandschaft vor allem im Norden Deutschlands geprägt. Marmor: "Er war ein Verfechter der Rundfunkfreiheit. Frühzeitig setzte er sich für eine intensive Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland ein. Gemeinsam mit seinen Intendanten-Kollegen schuf er die Grundlage für das Auslands-Korrespondentennetz der ARD. Sein großes diplomatisches Geschick half ihm bei der Durchsetzung seiner zahlreichen Pläne und Ideen. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren."
Auch Radio Bremen-Intendant Jan Metzger würdigte die Arbeit von Gerhard Schröder. "In seiner Zeit sind Sendungen wie 'Loriot' und die 'Rudi-Carrell-Show' entstanden, das TV-Regionalmagazin 'buten un binnen' wurde erfunden und die Talkshow '3nach9' gestartet", so Metzger. "Schröder hat dem Bremer Sender in seiner elfjährigen Amtszeit zu großer Anerkennung über die ARD hinaus verholfen und war über Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit der deutschen Medienlandschaft."
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