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"Negative Auswirkungen"

Online-Kompromiss sorgt für Streit in der ARD

von Alexander Krei
05.02.2012 - 20:33 Uhr

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Die Online-Verantwortlichen der ARD wehren sich gegen das Vorgehen mehrerer ARD-Intendanten, die den Zeitungsverlegern im Streit um Grenzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet weitreichende Zugeständnisse machen wollen.

Innerhalb der ARD droht ein Streit über das Online-Angebot: Weil die Intendanten den Zeitungsverlegern im Streit um die Grenzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet weitreichende Zugeständnisse machen wollen, setzen sich nun die Online-Verantwortlichen zur Wehr. Die Redaktionskonferenz Online (RKO) lehnt in einem "fachlichen Votum" den Entwurf einer gemeinsamen Erklärung von Öffentlich-Rechtlichen und Zeitungsverlegern ungewöhnlich deutlich ab, berichtet der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Die RKO fürchtet demnach "weitreichende negative Auswirkungen und Eingriffe in den Bestand und die Entwicklung" der ARD-Online-Angebote. SWR-Intendant Peter Boudgoust hatte zuvor die Stellungnahme erbeten - er ist in der ARD zwar für Online zuständig, war aber kurioserweise gar nicht an den Gesprächen mit den Verlegern beteiligt, die unter Federführung der ARD-Vorsitzenden Monika Piel stattfanden. Auch die Redakteursausschüsse von ARD und ZDF warnten Piel laut "Spiegel" vor einem Kompromiss, "der die Zukunft von ARD und ZDF im Internet gefährdet".

Nach dem Entwurf würden ARD und ZDF online auf eine eigenständige Text-Berichterstattung weitgehend verzichten (DWDL.de berichtete). Gemäß der vorläufigen Erklärung werden ARD und ZDF ihren Schwerpunkt in fernseh- und hörfunkähnliche Angebote setzen - die Texte in sogenannten Telemedien sollen in der Regel in inhaltlichem Zusammenhang mit Video- und Audioinhalten stehen. Bei den Angeboten der Verleger sollen Text und Foto hingegen vorrangig sein. Darüber hinaus soll die Erklärung den Verlegern ein weitgehendes Monopol in der Lokalberichterstattung versprechen. Zunächst wollen Verleger und Öffentlich-Rechtliche die neuen Regeln auf ein Jahr befristen.

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