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App-Streit

ARD, ZDF und Verlage rechnen weiter mit Einigung

von Alexander Krei
22.02.2012 - 09:37 Uhr

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Im App-Streit zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Verlegern wird mit einer baldigen Einigung gerechnet - nach wie vor ist allerdings unklar, wie genau sie aussehen wird. Die "Süddeutsche Zeitung" spekuliert bereits über einen "kosmetischen Kompromiss".

Im Streit um die kostenlose "Tagesschau"-App haben sich ARD und die Verlage am Dienstag in Köln zu einem erneuten Gespräch getroffen - allzu viele Informationen sind allerdings diesmal nicht durchgesickert. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge heißt es von Seiten der ARD und des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), die Gespräche seien sehr konstruktiv weitergegangen und es werde eine baldige Einigung geben.

Unklar ist allerdings nach wie vor, wie diese Einigung aussehen wird. Verleger und Intendanten sollen in den vergangenen Wochen darüber gesprochen haben, künftig Abstriche bei Text oder Bewegtbild zu machen - letzlich geht es aber wohl in erster Linie um eine veränderte Anmutung der Angebote. Die "Süddeutsche Zeitung" vermutet hinter der noch ausstehenden Einigung einen "kosmetischen Kompromiss", der so aussehen könnte, dass sich die momentan recht ähnlichen Angebote von Sendern und Verlagen zumindest optisch stärker von einander unterscheiden.

Bereits Ende Januar war der Entwurf einer Einigung von ARD und ZDF mit dem BDZV bekannt geworden. Beide Seiten gestehen sich demnach zu, dass das Internet ein wesentlicher Vertriebskanal sei, "um die Nutzer mit Qualitätsmedien zu erreichen". Dabei sollten "zukünftig Konflikte vermieden und Möglichkeiten gesucht werden, gemeinsam das publizistische Angebot für die Gesellschaft möglichst vielfältig zu erhalten". Gemäß der Erklärung werden ARD und ZDF ihren Schwerpunkt in fernseh- und hörfunkähnliche Angebote setzen - die Texte in sogenannten Telemedien sollen in der Regel in inhaltlichem Zusammenhang mit Video- und Audioinhalten stehen. Innerhalb der ARD hatte es nach Bekanntwerden der Pläne Unmut gegeben.


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