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In Zukunft kostenpflichtig
"FAZ" will Bezahlschranke im Netz fallen lassen
Über kurz oder lang wird die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrem Online-Angebot eine Bezahlschranke einführen. "Es gibt noch keinen Zeitplan, aber wir beschäftigen uns natürlich intensiv mit dem Thema und werden den Schritt zu einer Bezahlpflicht möglichst bald machen", sagte Geschäftsführer Tobias Trevisan in einem Interview mit dem "Wirtschaftsjournalist". Für welche Strategie sich die "FAZ" künftig entscheiden wird, ist allerdings noch nicht endgültig klar.
Die "FAZ" folgt damit der "Neuen Zürcher Zeitung", die ab Herbst nach dem Vorbild der "New York Times" schrittweise auf ein Bezahlmodell umsteigen möchte. "Das Thema ist populär, dabei gerät manchmal in Vergessenheit, dass eine Paywall für sich genommen noch keine Strategie ist. Für die 'FAZ' sind Bezahlinhalte Teil einer Qualitätsstrategie. Und wie die genau aussieht, diskutieren wir gerade", so Trevisan. Eine solche Bezahlpflicht könne jedoch nur dann Erfolg haben, wenn die Online-Inhalte "eine genauso hohe Qualität haben wie in der Zeitung."
Das sei online derzeit allerdings generell noch nicht der Fall, weil es aktuell darum gehe, die Reichweiten in die Höhe zu treiben. "Wir sind heute in einem Geschäft, das sich am Massenmarkt orientiert. Dafür haben wir als Qualitätstitel nicht die besten Voraussetzungen. Das können andere wie T-Online oder Bild.de besser", sagte der "FAZ"-Geschäftsführer gegenüber "Wirtschaftsjournalist". "Die Werbepreise im Netz werden von den Großen bestimmt. Das führt zu unattraktiven Dumpingpreisen in der Onlinevermarktung."




14.06.2012 - 14:48 Uhr
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