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NDR-Skandal
Heinzes Mann will Vorschriften nicht gekannt haben
Derzeit findet in Hamburg der Prozess gegen die ehemalige NDR-Fernsehspielcheffin Doris Heinze statt. Am Dienstag musste sich nun ihr mitangeklagter Ehemann Claus Strobel vor Gericht erklären. Er betonte dabei, von NDR-Vorschriften, wonach dort Geschäfte zwischen Angehörigen nur in eingeschränktem Maße gelten, nichts gewusst zu haben. Stattdessen sei doch in der Filmbranche bekannt, "wenn Leute zusammen sind, dann arbeiten sie auch zusammen", betonte Strobel, der sich nicht habe erklären können, wieso es plötzlich "kein Weiter" bei den Aufträgen gegeben habe.
"Andere Leute" hätten ihm schließlich den Vorschlag gemacht, seine Drehbücher unter einem Pseudonym zu verfassen. Doris Heinze, die ebenfalls unter einem Pseudonym schrieb, hatte sich kürzlich bereits einsichtig gezeigt. Sie habe die ganze Zeit über ein schlechtes Gewissen gehabt, so Heinze bei ihrer Aussage. Ihr Verhalten bezeichnete sie als "irre großen Fehler", dessen juristische Tragweite ihr damals allerdings noch nicht bewusst gewesen sei. Auch habe sie nicht das Gefühl gehabt anderen zu schaden. "Ich fand die Stoffe wirklich gut, und ich wollte sie einfach haben"



08.08.2012 - 10:02 Uhr
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