Stefan Raab © ProSieben
"Absolute Mehrheit"

Stefan Raab duelliert sich doch nicht mit Jauch

von Alexander Krei
08.10.2012 - 10:03 Uhr

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Mitte November wird Stefan Raab erstmals mit seinem neuen Polittalk "Absolute Mehrheit" bei ProSieben antreten. Zum direkten Duell mit Günther Jauch kommt es allerdings nicht. Viel mehr sendet Raab bis tief in die Nacht hinein.

An Ideen für das deutsche Fernsehen mangelte es Stefan Raab in den vergangenen Jahren gewiss nicht. Mit "Absolute Mehrheit" gab er kürzlich seinen neuesten Streich bekannt - ein Polittalk, der jungen Zuschauern Politik näherbringen möchte. Weil die Sendung ab November rund einmal monatlich am späten Sonntagabend laufen soll, war im Vorfeld bereits von einem Duell mit ARD-Talker Günther Jauch die Rede. Doch dazu wird es zum Start am 11. November nicht kommen.

"Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen" wird um 22:45 Uhr und damit im Anschluss an die Free-TV-Premiere des Facebook-Films "The Social Network". Am Vorabend sendet ProSieben thematisch passend dazu bereits ein "Galileo Spezial" zum Thema "Gefangen im Netz? Wie Facebook unser Leben verändert". Stefan Raab beginnt hingegen erst zu später Stunde - und damit genau zu dem Zeitpunkt, wenn sich Günther Jauch in den Feierabend verabschiedet.

In jeder Sendung diskutieren bei "Absolute Mehrheit" fünf Gäste, darunter Berufspolitiker sowie prominente und unbekannte Menschen, über vier Themen. Unterstützt wird Raab von ProSiebenSat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg, der am Ende jeder Gesprächsrunde das Geschehen zusammenfasst und analysiert. Die Zuschauer können über Telefon und SMS ihre Stimme abgeben und deutlich machen, welchen Diskussionsteilnehmer sie favorisieren. Drei Talk-Gäste debattieren schließlich noch in der Finalrunde. Sollte es einem von ihnen gelingen, mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich zu vereinen und damit die absolute Mehrheit zu erringen, erhält er 100.000 Euro zu seiner freien Verwendung.

Gelingt dies keinem Teilnehmer, fließt die Gewinnsumme in den Jackpot für die nächste Show. Im "Spiegel" verteidigte Raab kürzlich sein im Vorfeld bisweilen stark kritisiertes Talkshow-Konzept. "Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100.000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett." Und auch sonst sieht Raab Vorteile: "Während die anderen Talks alles völlig ergebnislos vor sich hin diskutieren, wissen Sie bei uns am Ende künftig wenigstens, welche Meinung die Masse der Zuschauer hat. Ehrlich gesagt wundere ich mich, dass das bisher noch niemand gemacht hat."

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