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Gekaufte Auftritte?
Foht-Affäre: Ermittlungen gegen Künstler-Manager
Neue Vorwürfe im Skandal um den ehemaligen MDR-Unterhaltungschef Udo Foht: Wie das NDR-Magazin "Panorama" berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig inzwischen wegen Bestechlichkeit gegen den Manager von Schlagersängerin Helene Fischer. Demnach wurden bereits im Dezember vergangenen Jahres dessen Geschäftsräume durchsucht - in der Hoffnung, Belege zu finden, die den Verdacht erhärten, der Manager habe Foht Geld gezahlt, um seine Künstlerin in Sendungen des MDR zu platzieren. Der Künstlermanager hatte laut "Panorama" offenbar gleich mehrfach hohe Summen auf ein Konto von Foht gezahlt. Insgesamt ist von etwa 40.000 Euro die Rede.
Den Zweck der Zahlungen hat die Staatsanwaltschaft offenbar noch nicht endgültig geklärt. Mehrfach wird nach "Panorama"-Informationen im Buchungstext "Helene Fischer" erwähnt. Die nun bekannten Zahlungen erfolgten ab 2007, also zu einem Zeitpunkt, als Helene Fischer bereits bekannt war. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob auch weitere Künstler auf diese Weise platziert werden sollten. Helene Fischer trat jedenfalls in gleich mehreren Fernsehsendungen auf, die der damalige MDR-Unterhaltungschef Udo Foht verantwortete - so etwa beim "Hochzeitsfest der Volksmusik", wo sie im Jahr 2005 ihren ersten Fernsehauftritt hatte.
Mehrere Jahre lang moderierte sie zudem die MDR-Sendung "Weihnachten bei uns" und auch ihre Tour "So bin ich wirklich" wurde 2011 im MDR Fernsehen gezeigt. Auf "Panorama"-Anfrage wollte sich der MDR mit Verweis auf laufende Ermittlungen und seine Unterstützung der Staatsanwaltschaft nicht äußern. Gegen Udo Foht wird derzeit wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, des Betrugs und der Untreue in mehreren Fällen ermittelt. Er soll Geldzahlungen von Produzenten und Musikmanagern angefordert haben, die nicht an den Sender gingen. Seinen Posten als MDR-Unterhaltungschef hat Foht inzwischen verloren.



11.10.2012 - 10:30 Uhr
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