ComputerBild Spiele © Springer
Ist der Auflagenverfall zu stoppen?

Ein Relaunch soll die "Computer Bild Spiele" retten

von Uwe Mantel
05.12.2012 - 11:19 Uhr

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Binnen eines Jahres hat "Computer Bild Spiele" erneut ein Drittel seiner Leser verloren, inzwischen sind es weniger als 150.000. Nun soll ein Relaunch den Auflagenverfall stoppen. Das Konzept: Weniger Spiele, unterhaltsamere Geschichten

Jahr für Jahr halten die IVW-Zahlen für "Computer Bild Spiele" neue Hiobsbotschaften bereit. Im 3. Quartal gingen zuletzt weniger als 150.000 Hefte über den Ladentisch, damit kam binnen eines Jahres erneut ein Drittel der Leser abhanden. Von früheren Verkaufszahlen - noch 2009 lag die Auflage bei rund 264.000, 2007 bei 368.000, 2004 gar bei rund 665.000 - kann man inzwischen nur noch träumen. Nun soll - wenige Wochen nachdem auch die "Computer Bild" überarbeitet wurde - ein Relaunch den dramatischen Auflagenverfall stoppen.

Man wolle sich künftig auf "die relevantesten Spiele" konzentrieren, heißt es in einer Mitteilung des Verlags, nachdem die "Computer Bild"-Gruppe zuletzt vor allem durch den Exodus eines Großteils der Redaktion, die sich nicht in eine nicht-tarifgebundene Tochter auslagern lassen wollte, von sich reden machte. Reportagen, Meinungen sowie Tipps und Tricks sollen "unterhaltsamer verpackt" werden. Künftig solle es mehr "Geschichten aus dem echten Leben" geben, prominente Fans sollen vorgestellt werden.

Unterteilt ist das gesamte Heft künftig in die vier Ressorts: News, Tests, Community und Interaktiv. Zum Hefteinstieg gibt es aktuelle Spiele-News und mehrseitige Reportagen. Überarbeitet hat man dann die Tests. Sie sollen - wie schon bei der "Computer Bild" - übersichtlicher aufbereitet werden. So nimmt der Drei-Punkte-Test Spielspaß, Grafik und Steuerung unter die Lupe, der "Lustfaktor" analysiert das Gesamterlebnis und der "Dauertest" untersucht, ob ein Angebot auch Tage nach dem Kauf noch fasziniert. Mit dem "Gen-Test" prüft die Redaktion, wie viel Neues in einem Spiel wirklich steckt. In der Community-Rubrik gibt es unter anderem ein "Pro & Contra", Auszüge aus Leserbriefen und Foren-Einträgen. Außerdem gibt es Lesegeschichten zu Themen, die die Gamer aktuell diskutieren.

Für all das müssen die Käufer künftig tiefer in die Tasche greifen. Die "Silber-Edition" mit einer DVD schlägt nun mit 3,80 Euro statt 3,50 Euro zu Buche. Der Preis der "Gold-Edition" mit zwei DVDs steigt ebenfalls um 30 Cent auf nun 5,80 Euro.

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