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"Auf ein Drittel stutzen"

Gewerkschaftsbund kritisiert ARD-Börsenberichte

von Marcel Pohlig
09.02.2013 - 12:38 Uhr

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Der Bezirksvorsitzende Nord des Deutschen Gewerkschaftsbundes stößt sich an der Berichterstattung, die die ARD von der Frankfurter Börse liefert - und sieht gelegentlich "Schleichwerbung für Analysten und Spekulanten".

Uwe Polkaehn stößt sich an der Börsenberichterstattung in der ARD. Polkaehn, seines Zeichens Bezirksvorsitzender Nord des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hat daher einen Brief an den NDR-Intendanten Lutz Marmor, der in diesem Jahr auch den Vorsitz der ARD übernommen hat, geschrieben. Darin kritisert er, dass die Berichte von steigenden und fallenden Kursen und dem DAX "fixiert auf Kapitalinteressen" seien, womit eine Sicht auf Politik und Wirtschaft transportiert werde, "die sich zu viel am 'Shareholder' orientiert und zu wenig an dem Gebot des Grundgesetzes: Eigentum verpflichtet", wie ihn das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in der kommenden Ausgabe zitiert.

Und Polkaehn geht mit seiner pauschalen Kritik an der Börsen-Berichterstattung der ARD noch weiter. Manchmal sehe er die Berichte "am Rande zur Schleichwerbung für Analysten und Spekulanten", was kaum noch etwas mit dem Leben der Menschen zu tun habe. Auch eine Lösung präsentiert er zugleich: Polkaehn wünscht sich eine Kürzung der nüchtern betrachtet ohnehin schon geringen Sendezeit für Berichterstattung in der Primetime und will nur noch ein Drittel der Sendezeit zugestehen. Stattdessen will er die Börsen-Berichte in einem Format sehen, "das Arbeitnehmerinteressen und auch den Verbraucherschutz ins Zentrum" rückten. Der Gewerkschaftler vermutet, dass dafür auch die Zielgruppe deutlich größer wäre.

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