Die Marktforscher von Nielsen legten am Mittwoch Zahlen zur Entwicklung des Brutto-Werbemarkts im April vor. Demnach umfasste er insgesamt im April 2,195 Milliarden Euro. Das war ein leichter Rückgang im Vergleich zu den 2,228 Milliarden Euro, die im April 2012 umgesetzt worden waren. Größter Verlierer unter den einzelnen Mediengattungen war diesmal das Fernsehen: Die Sender setzten brutto 3,3 Prozent weniger mit Werbung um als ein Jahr zuvor. Über die ersten vier Monate des Jahres gesehen bleibt trotzdem noch ein kleines Wachstum von 1,6 Prozent übrig.

Für die arg gebeutelte Print-Branche verlief der April hingegen nicht ganz so schlecht wie der Jahres-Auftakt. So ging der Brutto-Werbeumsatz der Zeitungen beispielsweise nur um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, damit reduzierte sich der Rückgang über die ersten vier Monate auf nun 8,9 Prozent. Publikumszeitschriften hielten sich mit einem Minus von 0,6 Prozent sogar annähernd stabil. Über die ersten vier Monate lag der Rückgang bei 4,2 Prozent. Das Medium der Stunde in Sachen Werbung bleibt weiterhin das Radio: Im April lag der Brutto-Werbeumsatz um 21 Prozent höher als im April des Vorjahres.

Wie immer ist zu berücksichtigen, dass die Brutto-Zahlen nur eine begrenzte Aussagekraft besitzen, weil sie weder Rabatte noch unbezahlte Eigenanzeigen entsprechend berücksichtigen