Zwei Jahre lang hat die "taz" eigenen Aussagen zufolge hinter den Kulissen an einem neuen Online-Auftritt gearbeitet. Ab sofort ist nun eine Beta-Version zu sehen - die neue Seite wird jedoch erst mal neben der alten taz.de-Seite zugänglich gemacht. Auf der Startseite befindet sich ein Link zum neuen Auftritt. Dadurch will man es den Nutzern ermöglichen, die neue Seite anzusehen und ihr Feedback abzugeben. Mögliche Fehler und Probleme, die in der Beta-Version auftauchen, können also an die "taz" gemeldet werden.

Wenn sie behoben sind, wird die neue Seite die alte ersetzen. "Das ist also eine Operation am offenen Herzen, die vor allem eins erfordert: Konzentration, Vorsicht und Gelassenheit. Von allen", so Frauke Böger, Leiterin des Online-Ressorts, zur Umstellung. Das Design wurde von der Agentur KircherBurckhardt entwickelt. "Wir wollten taz.de zeitgemäßer und aufgeräumter machen und finden, das ist ziemlich gut gelungen", sagte Julia Niemann, die zusammen mit Böger die Online-Redaktion leitet.

In Zukunft soll das komplette Angebot der "taz" online zu finden sein, also auch taz.shop, taz Panter, taz.lab, taz.café, taz.presso und taz.reisen. Daneben sollen der "taz"-Auftritt in den sozialen Medien, Verlosungen und Infos zu aktuellen Veranstaltungen, aber auch die im Verlag der "taz" publizierten Titel "Le Monde diplomatique" und "zeo2" ihren Platz finden. Eine Bezahlschranke lehnt man dagegen ab. "Qualitätsjournalismus, der auf taz.de kostenfrei und verlässlich abrufbar bleiben wird, muss sich nicht hinter Bezahlschranken verstecken. Das lebendige taz-Kollektiv mit seinen vielfältigen genossenschaftlichen und partizipativen Ansätzen bietet genug Raum, um auch auf anderen Gebieten Erlöse zu erzielen", so Aline Lüllmann und Nicola Schwarzmaier, die das Sitemanagement für "taz.de" gemeinsam leiten.

Und "taz"-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch ergänzt: "Die ganze 'taz' wird auf taz.de publizieren. Und es kommt noch vieles dazu aus dem Universum der 'taz'." Zugleich unterstrich er die Sonderrolle, den die Zeitung im deutschen Pressemarkt innehabe. "Eine Bezahlschranke wollen wir nicht, weil wir sie  nicht brauchen. Unsere LeserInnen beteiligen sich freiwillig und engagiert bei 'taz-zahl-ich', genau wie bei unseren frei wählbaren Abopreisen."