Am kommenden Montag will Axel Springer sein Bezahlmodell für "Bild.de" vorstellen, das unter dem Namen "Bild Plus" frisches Geld von den Nutzern bringen soll. Chefredakteur Kai Diekmann, der nach mehreren Monaten im Silicon Valley nun die Rückreise nach Deutschland antritt, sagte vor wenigen Tagen im "Handelsblatt", dass es frei zugängliche und bezahlte Informationen nebeneinander geben soll. Das Wort "Bezahlschranke" wollte er in diesem Zusammenhang übrigens vermeiden: "In einer Kneipe redet ja auch niemand von einer Bezahlschranke, sondern bestenfalls von einem Tresen."
Die "Süddeutsche Zeitung" nennt in ihrer Freitags-Ausgabe nun Details zum neuen Bezahlmodell. Offiziell will Springer das zwar nicht bestätigen, doch angeblich ist die Einführung von drei verschiedenen Preiskategorien zwischen 99 Cent und 14,99 Euro geplant. Die Höhe des Preises richte sich danach, auf welchen Geräten man die Inhalte abrufe - entweder nur online, über Apps oder auf dem Papier. Eine wichtige Rolle spielt nicht zuletzt die Bundesliga, deren Rechte Springer ab der kommenden Saison für eine Nachberichterstattung im Internet halten wird.
Die Bundesliga lässt sich bis Mitternacht nur sehen, wenn man ein Abo abschließt - danach soll sich das Bewegtbild-Angebot durch Werbung finanzieren. Letztlich will Springer nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" aus "Bild" eine "multimediale Unterhaltungswelt" formen, die aus Nachrichten, Fußball, Filmen, Meinungen, Produkten und Kontakten besteht. Es sei jedoch nicht das Ziel, das gedruckte Wort auf eine digitale Abspielfläche zu verlagern. Viel mehr sollen Bild und Ton in Zukunft eine viel wichtigere Rolle spielen. Man darf also durchaus gespannt sein, was Springer der Öffentlichkeit am Montag präsentieren wird.
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