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Minderjährige erledigen die Arbeit

So will Bauer den Mindestlohn bei Zustellern umgehen

von Timo Niemeier
29.11.2014 - 11:54 Uhr

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Lange haben die großen Verlage gegen die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns gekämpft. Gebracht hat es nichts: 2015 wird er eingeführt. Bei Bauer weiß man aber schon, wie man das Problem in den Griff bekommt - mit Minderjährigen.

Das Branchenmagazin "werben & verkaufen" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (49/2014) über die Pläne von Bauer Media. So habe das Unternehmen vielen seiner insgesamt 35.000 Zustellern gekündigt. Vor allem diejenigen, die älter sind als 18 Jahre, seien betroffen, berichtet "w&v". Stattdessen werden nun vermehrt Minderjährige angesprochen, die in Zukunft die Bauer-Magazine austragen sollen. Unter dem Motto "Austeilen & €instecken" wendet sich das Unternehmen inzwischen direkt an minderjährige Personen. 

Laut "w&v"-Infos sind etwa 3.000 Austräger von den Änderungen betroffen. Sie würden ab dem neuen Jahr den reduzierten Mindestlohn in Höhe von 6,38 Euro pro Stunde bekommen - und selbst das scheint Bauer zu viel zu sein. Für Minderjährige gilt der Mindestlohn nicht. Sie will Bauer laut "w&v" mit 30 bis 50 Euro pro Monat abspeisen - bei etwa 16 Stunden Arbeit im Monat. Das macht maximal etwas mehr als 3 Euro in der Stunde. 

Auf "w&v"-Nachfrage sagt ein Unternehmenssprecher von Bauer Postal Network (BPN), das die etwa 300 Partnerunternehmen koordiniert, dass eben diese Unternehmen "ihre Strukturen fortlaufend an die wirtschaftliche Situation anpassen müssen." Im BPN sind die Unternehmen selbstständig organisiert, bei ihnen sind auch die Zusteller angestellt. "Aktuell legen viele Unternehmen Zustellbezirke zusammen und optimieren die Routen, um den Forderungen der Mindestlohn-Einführung gerecht zu werden", erklärt das Unternehmen.

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