Gruner + Jahr © G+J
Konzentration auf Kernmärkte

Gruner + Jahr: Rückzug aus China und Spanien?

von Marcel Pohlig
17.09.2016 - 11:41 Uhr

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Erst vor knapp drei Monaten trennte sich Gruner + Jahr mehrheitlich von seinen Aktivitäten in Österreich, nun könnten weitere Rückzüge bevorstehen: Laut "New Business" möchte sich der Verlag aus China und Spanien zurückziehen.

Gruner + Jahr steht offenbar vor dem Rückzug aus zwei weiteren internationalen Märkten. Wie das Magazin "New Business" berichtet, prüfe der Verlag derzeit, sich von seinen Aktivitäten in China zu trennen. Dort betreibt Gruner + Jahr seit zehn Jahren ein Joint-Venture mit dem lokalen Partner Boda. "New Business" berichtet, dass der schon im Frühjahr einmal angedachte Rückzug nun kurz vor dem Abschluss stehe und ein Käufer bereit stehe. Dabei beruft sich das Magazin auf Unternehmenskreise.

Lediglich die Zustimmung der politischen Führung in Peking stehe bislang nicht aus. Sollte es diese nicht geben, wäre aber auch denkbar, dass der bisherige Partner im Joint-Venture, Boda, das Unternehmen komplett übernimmt. Ein Ausstieg aus dem chinesischen Markt käme wenig überraschend, schließlich wurden die Umsatzrückgänge im März unter anderem mit der schwachen Entwicklung in China begründet. Laut "New Business" soll es aber nicht nur China treffen, auch Spanien ist im Blickfeld der Rückzugsprüfungen. Dort soll der spanische Verlag ABC an G+J España interessiert sein. Gruner + Jahr wollte diese Spekulationen aber nicht kommentieren und verwies lediglich darauf, dass man alle Geschäfte und Märkte im Hinblick auf die strategische Einfügung in das künftige Gruner + Jahr prüfe.

Erst im Juni trennte sich Gruner + Jahr von der österreichischen Verlagsgruppe News und zog sich damit mehrheitlich aus unserem Nachbarland zurück. G+J-Chefin Julia Jäkel begründete diesen Schritt im Frühjahr damit, dass sich Gruner + Jahr auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich konzentrieren wolle. Die Verlagsgruppe News ging an Horst Pirker, welcher den Verlag seit 2014 bereits führte. In Vertrieb, Vermarktung sowie den Bereichen Content Communication und der redaktionellen Kooperationen peilten beide Unternehmen trotz der Trennung eine weitere enge Zusammenarbeit an.

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