Tannenbach © ZDF/Julie Vrabelova
Schicksal eines Dorfes

ZDF: Fortsetzung zu "Tannbach" nun in der Mache

von Kevin Hennings
14.10.2016 - 16:14 Uhr

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Die Geschichte von Tannbach, einem fiktiven Dorf an der bayerisch-thüringischen Grenzen am Ende des Zweiten Weltkrieges, ist noch nicht auserzählt. Das ZDF bestätigt, dass sich mit "Tannbach II" derzeit ein neuer Dreiteiler im Dreh befindet.

Letztes Jahr wurde mit "Tannbach - Schicksal eines Dorfes" eine fiktive Erzählung über ein Dorf am Ende des Zweiten Weltkrieges angestoßen, das wegen seiner Lage zum Symbolbild für das geteilte Deutschland zur Zeit des Kalten Krieges wurde. Nun hat das ZDF bestätigt, dass sich das Produktionsteam in Prag und Umgebung befindet, um die Fortsetzung "Tannbach II" zu drehen. Auch hier wird es wieder zu einem Dreiteiler kommen, in dem sich jeweils ein Part im Jahr 1960, 1961 und 1968 abspielt. 

Die Geschichte von "Tannbach" endete 1952 mit der endgültigen Teilung des Dorfes. Nun werden Mauern hochgezogen, wodurch sich die Fronten zwischen West und Ost immer weiter verhärten. Als der Prager Frühling dann auch noch zu einem blutigen Ende kommt, scheint die letzte Hoffnung auf ein "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zerschlagen zu sein. In "Tannbach II" wird erneut das Leben einer Familie aus dem Dorf verfolgt. 

Während Anna (Henriette Confurius) und Friedrich Erler (Jonas Nay) weiterhin in der DDR am Aufbau des Sozialismus arbeiten, profitiert Annas Vater Georg von Striesow (Heiner Lauterbach) auf der anderen Seite der Grenze vom Wirtschaftswunder der aufstrebenden BRD. Doch bald schon fordert die Grenze mitten im Dorf erste Opfer und schlägt tiefe Wunden: Ein Kind stirbt bei einem Granatenunfall, Hilde Vöckler (Martina Gedeck) gerät in die Fänge der Stasi, Georgs neue Bekanntschaft Rosemarie Czerni (Anna Loos) hat ein dunkles Geheimnis, und Annas Sohn Felix Erler flieht 1968 aus der NVA-Kaserne. Ein Dorf und seine ganz besondere Geschichte, die im Kleinen widerspiegelt, was in Deutschland im Großen geschah.

"'Tannbach II' steht in der besten Tradition der ZDF-Mehrteiler, die Zeitgeschichte für ein großes Publikum erzählen", sagt ZDF-Fernsehfilmchef Reinhold Elschot. "Ich bin dem gesamten 'Tannbach'-Team dankbar, dass wir jetzt weitermachen, allen voran der sehr geschätzten Produzentin Gabriela Sperl." Sperl stimmt mit ein: "Der weltweite Erfolg von 'Tannbach I' hat uns beflügelt, die deutsche Geschichte in unserem Dorf weiterzuerzählen: In der Welt des Kalten Krieges spiegelt sich das Heute, wo Menschen tatsächlich schon wieder darüber nachdenken, Mauern hochzuziehen."

Das Debüt von "Tannbach" war in der Tat ein großer Erfolg und konnte neben einer guten Quote auch zahlreiche Preise abräumen: Jonas Nay wurde als Bester Schauspieler mit dem Deutschen Fernsehpreis 2016 geehrt, der Bambi 2015 ging an Henriette Confurius als Schauspielerin National. Bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises 2015 wurden die Produzenten Gabriela Sperl, Max Wiedemann und Quirin Berg mit dem Sonderpreis gewürdigt, und nach der Goldenen Magnolie von Shanghai und dem Rockie Award in Banff wurde "Tannbach" zuletzt auch mit der Goldene Nymphe von Monte Carlo ausgezeichnet.

Neben Tschechien werden auch Thüringen und Bayern als Kulisse dienen, die Dreharbeiten sollen Anfang 2017 abgeschlossen werden. Wann der fertige Dreiteiler, der erneut in Koproduktion mit der Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television und Wilma Film realisiert wird, zu uns ins Fernsehen kommt, steht bisher noch nicht fest. Ebenfalls wieder mit an Bord ist Regisseur Alexander Dierbach. Produzenten sind neben Sperl Quirin Berg und Max Wiedemann. Ausführende Produzentin ist Ilona Schultz. Die Redaktion im ZDF haben Caroline von Senden und Solveig Cornelisen. Die Drehbücher stammen von Silke Zertz nach der Idee von Josephin und Robert Thayenthal.

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