Foto: ProSieben/Michael Bernhard © ProSieben/Michael Bernhard

"Wir sind jetzt Avantgarde": Stefan Raab über seine Quote und mehr

von Thomas Lückerath
23.01.2006 - 02:18 Uhr

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Foto: DWDLEine Schmerzensgrenze definiert Raab sicherheitshalber schon einmal: "Sollte man mich dann zu einer netten "Bild"-Homestory nötigen wollen, würde ich gehen. Das ist mit mir nicht zu machen." Stolz erwähnt er, dass "wenn jemand im deutschen Fernsehen bewiesen hat, dass man auch ohne "Bild"-Begleitung erfolgreich sein kann, dann ich." Überhaupt: "Bild" werde  in seiner meinungsbildenden Macht völlig überschätzt.

Dies belegen laut Raab die letzten beiden Bundestagswahlkämpfe: "Das Blatt wollte zuerst Stoiber zum Kanzler machen und dann eine absolute Mehrheit für Angela Merkel herbeischreiben. Wenn ich das richtig verfolge, ist beides grandios gescheitert."

Launig werden Raabs Kommentare zu den Kollegen. So sei Schmidts LateNight-Show in der ARD so etwas wie "Betreutes Moderieren": "Rechts Pflegerin Nathalie und links Zivi Andrack. Ein bisschen mehr Dynamik, bitte", fordert der ProSieben-Moderator. Ob er ein öffentlich-rechtliches Angebot ausschlagen würde? "Reden tu ich erst mal mit jedem", habe er dazu gelernt.

Für "Deutschland sucht den Superstar" hat Raab als Initiator von "SSDSGPS" und dem "Bundesvision Songcontest" wenig Nettes übrig. Zwar sei es eine "professionell gemachte Unterhaltungssendung." Doch sein Fazit: "Prima Entertainment, aber als Musiktalentshow natürlich komplette Grütze"

Ernster sei sein "Bundesvision Contest": "Bei uns geht es darum, deutscher Popmusik eine seriöse TV-Bühne zu bieten, die es im Fernsehen so schon lange nicht mehr gibt. Das Ziel ist, damit in zehn Jahren die wichtigste musikalische Veranstaltung der Republik zu haben", so Raab.

Als er mit Schmidt, Jauch und Gottschalk in einer Reihe genannt wird, läuft Stefan Raab im "Spiegel"-Interview zur Höchstform auf: "Geil, mit denen nennen Sie mich in einer Reihe? Das finden die drei aber bestimmt richtig scheiße jetzt. Die telefonieren dann wahrscheinlich miteinander: Haste das gelesen, Günther, mit dem Raab im Spiegel? Ja, Thomas, wir müssen was tun!"

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